Ponys, Alpakas, Ziegen, Esel – und mittendrin ein Schlagerstar mit großem Herz: Francine Jordi zeigte sich bei ihrem Besuch auf Gut Aiderbichl in Henndorf offen, herzlich und nachdenklich. Im Gespräch sprach die Schweizerin über Tiere, Schicksalsschläge, Selbstakzeptanz und ihre neue Single, die Mut machen soll.
Schon beim Ankommen war spürbar, wie wohl sich Francine Jordi auf Gut Aiderbichl fühlt. Die Schweizer Sängerin, Komponistin und Moderatorin lachte, streichelte Tiere, nahm ein Huhn und einen Hasen auf den Arm und bewegte sich ganz selbstverständlich zwischen Ponys, Alpakas, Ziegen und Eseln. Von Berührungsängtsten keine Spur: „Ich bin sensibel, aber nicht ängstlich“, sagte sie mit einem Lächeln.
Dass sie mit dem Tierrefugium viel verbindet, merkte man sofort. Kein Wunder: Bereits über viele Jahre war Jordi mit den dort produzierten TV-Sendungen eng verbunden. Umso größer war die Freude über das Wiedersehen in Henndorf.
„Die Tiere geben so viel Harmonie ab“
Besonders ins Schwärmen geriet die 48-Jährige, als sie über Tiere sprach. „Die Tiere geben so viel Harmonie ab, es ist immer wieder schön, hier zu sein“, erzählte sie. Vor allem die Schicksale hinter manchen Tieren würden sie tief berühren: „Meine Lieblinge sind die Rollstuhlhunde. Mich interessieren die Geschichten dahinter und was sie erlebt haben.“
Dabei gehe es ihr aber nicht um bloßes Mitleid. Ganz im Gegenteil: „Mitgefühl ist wichtig, mit Mitleid ist niemandem geholfen.“ Tiere würden etwas vorleben, das Menschen oft erst mühsam lernen müssen: sich selbst so anzunehmen, wie man ist. „Die Tiere selbst sehen sich nicht, als wäre sie nicht normal. Für sie ist es einfach so, wie es ist. Sie akzeptieren es, haben trotz allem Spaß und Freude. Wir können ganz viel von Tieren lernen!“
Neue Single mit klarer Botschaft
Am 10. April erscheint ihre neue Single „Mutmacher-Song (viele wären gerne wie du)“, die sich mit dem Gefühl, sich ständig vergleichen zu müssen, beschäftigt. „Eine Herausforderung unserer Zeit ist das gegenseitige Vergleichen“, sagte die Sängerin offen. „In der digitalen Welt wird Überperfektion gelebt und auch die Prominenten zeigen dort nur ihre Sonnenseite.“ Gerade dadurch enstehe bei vielen Menschen schnell das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Daher ihr Appell: „Man sollte sich selbst nicht klein machen, denn jeder hat etwas Wunderbares, was er der Welt mitgeben kann.“
Und von Perfektion hält die Schweizerin sowieso nichts, auch ihre eigenen Schwächen gab sie ohne viel Überlegen lachend zu: „Dass ich nicht Billard spielen kann. Und meine Ungeduld! Wenn ich etwas möchte, dann will ich das sofort umsetzen.“ Auch deshalb habe sie sich für die Zukunft vorgenommen, mehr im Moment zu leben und weniger zu planen: „Morgen kann schon wieder alles ganz anders sein und meine Welt wieder Kopf stehen.“
Eine Erkenntnis, die wohl auch mit einer schwierigen Zeit im Leben von Francine Jordi zusammenhängt, denn 2017 wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Mittlerweile sei ihr Körper wieder vollständig geheilt und die Sängerin habe ihren Frieden damit gefunden: „Ich glaube, alles hat seinen Sinn, seine Berechtigung.“
Familie, Freunde – und kein Platz für Drama
Auch über ihr Privatleben spach die „Liebe zweifelt nicht“-Interpretin ganz ohne Scheu und erklärte, sie sei aktuell Single. Eine Beziehung um jeden Preis komme für sie aber nicht infrage: „Ich möchte eine Partnerschaft mit einem Mann, wo man das Glück zusammen teilt und nicht das Drama.“ Alleine sein könnte sie inzwischen gut. „Ich kann alleine sein, selbst mein Leben meistern. Eine Partnerschaft muss stimmig sein, wirklich auf Augenhöhe.“ Halt geben ihr dabei ihre Familie, langjährige Freunde und natürlich ihre Hündin Liseli.
Wiedersehen in Henndorf schon fix
Dass Francine Jordi und Gut Aiderbichl einfach zusammenpassen, war bei diesem Besuch unübersehbar. Und das nächste Wiedersehen ist bereits fix: Beim 25-jährigen Jubiläum der Tierschutz-Inititative im Juni wird sie wieder vor Ort sein. Die Botschaft, die sie mitnimmt, ist jedenfalls klar. Oder, wie sie es selbst auf den Punkt bringt: „Tiere sind unser Leben.“
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.