Banden in Mexiko
Brutaler Chef des Golf-Kartells festgenommen
Bei der Festnahme in einem Hotel im Nachbarbundesstaat Nuevo Leon fiel laut Behörden kein Schuss. Rodriguez Garcia war nach der Festnahme des vorherigen Golf-Kartell-Anführers Mario Armando Ramirez Trevino alias "El Pelon" im August an die Spitze des Kartells gerückt. Ihm wird der Schmuggel von Drogen, Waffen und Geld über die US-Grenze vorgeworfen. Er soll zudem Anschläge auf Beamte angeordnet haben. "Bekannt ist, dass er jüngst die Gewalt intensivierte, um eine verfeindete Bande, die im Bundesstaat tätig ist, auszurotten", erklärte der mexikanische Sonderbeauftragte für Sicherheit.
Der 39-Jährige habe interne Rivalen töten lassen sowie zahlreiche illegal eingewanderte Migranten entführt und unter Todesdrohung dazu gezwungen, sich seinen Reihen anzuschließen. "Seine Führung wurde nicht von allen Teilen der Verbrecherorganisation anerkannt, was zu den jüngsten internen Kämpfen führte, die das Gewaltlevel in Tamaulipas anhoben", sagte der Sicherheitssonderbeauftragte.
Vorgehen gegen Kartelle immer öfter von Erfolg gekrönt
Nachdem die Gewalt zwischen dem Golf-Kartell und den rivalisierenden Zetas innerhalb eines Monats rund 100 Tote gefordert hatte, waren die Sicherheitskräfte vor zwei Wochen zu einer neuen Strategie übergegangen. Dabei wurden mit Rodriguez Garcia drei der zwölf meistgesuchten Verbrecher der Region gefasst.
In den vergangenen Monaten sind den mexikanischen Behörden einige dicke Fische der Verbrechersyndikate ins Netz gegangen. Im Februar brachten Marineinfanteristen mit dem Chef des Sinaloa-Kartells, Joaquin "El Chapo" Guzman Loera, den mächtigsten Drogenhändler des Landes nach jahrelanger Flucht hinter Gitter. Im November war schon dessen ranghoher Kumpane Ignacio Paez Soto gefasst worden. Im September schnappte die Polizei den Chef des neuen Juarez-Kartells, Alberto Carrillo Fuentes alias "Betty la Fea" (Betty, die Hässliche).
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