Ein kurioser Zwischenfall sorgte beim Finale der olympischen Langlauf-Bewerbe für Aufsehen. Dariya Nepryaeva schnappte sich im 50-Kilometer-Rennen der Frauen nämlich versehentlich die Skier ihrer deutschen Konkurrentin Katharina Hennig Dotzler. Selbst im Nachgang sorgt die Szene noch für Verwunderung.
Im 50-Kilometer-Rennen wechseln die Athletinnen die Skier – so auch in jenem Wettbewerb, der am Sonntag den furiosen Olympia-Schlusspunkt der Langläuferinnen setzte. Doch nicht nur der dramatische Kampf um die Medaillen – bei dem Österreichs Top-Langläuferin Teresa Stadlober leider knapp geschlagen wurde – sorgte anschließend für Gesprächsstoff.
Auch Dariya Nepryaeva war in aller Munde. Denn die Russin, die unter neutraler Flagge startete, verwechselte die Skier. So fuhr sie in die falsche Box und schnallte sich anstatt ihrer eigenen Skier, jene ihrer deutschen Konkurrentin Hennig Dotzler an.
„So noch nie erlebt“
Im Team der Deutschen herrschte anschließend helle Aufregung. „Wir haben die Information bekommen, dass in Kathas Box kein Ski mehr liegt“, schildert Cheftechniker Lukas Ernst gegenüber der ARD die Situation. „Wir mussten alles wieder hochfahren, einen halben Truck neu aufbauen. Wir haben es geschafft, zehn Sekunden vor dem Wechsel wieder einen Ski in die Box zu legen.“
Es war eine Situation, die auch routinierte Fachleute so noch nicht erlebt hatten. „Dass jemand wirklich weiterläuft und der Ski dann fehlt, das haben wir so noch nicht erlebt“, schüttelte Ernst den Kopf. Auch DSV-Trainer Peter Schlickenrieder zeigte sich fassungslos: „Es war das Hochpuls-Ergebnis dieser gesamten Olympischen Spiele, das habe ich so noch nie erlebt.“ Immerhin: Auf die Medaillenentscheidung hatte der Fauxpas keinen Einfluss mehr.
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