„Es ist für den Arsch“, findet Deutschlands Linus Straßer nach dem Slalom deutliche Worte und rechnete knallhart mit Olympia ab. „Sagen wir es mal so, wie es ist. Du bist ewig weit weg von den Leuten. Als Sportler willst du doch diese Emotionen erleben.“
Nur Rang neun – Linus Straßer verpasste am Montag eine Medaille im Olympia-Slalom deutlich. Doch der Deutsche hadert weniger mit seiner Leistung, als mit den Olympischen Spielen an sich. „Meine komplette Familie ist da – mit Freunden und so weiter. Die stehen irgendwo mittendrin. Schau mal hinter dich, die Tribüne. Die Leute hocken da in fünf Meter Höhe. Du hast überhaupt keine Interaktion, nichts mit irgendwelchen Zuschauern“, schimpft er im ZDF-Interview. „Wenn das der Genuss von Leistungssport sein soll, dann bin ich froh, dass das mein letztes Mal war.“
Straßer hatte die Schnauze voll! „Das ist hier einfach ein steriles Ding. Es ist cool, dass es Olympia gibt, aber für mich persönlich ist es total traurig. Ich würde gern viel positiver darüber sprechen. Aber es ist halt einfach nicht so“, so der 33-Jährige. Als positive Beispiele nennt er etwa die Slalom-Klassiker von Kitzbühel oder Schladming.
„Olympia in Peking doch nicht so schlecht“
Dass die Herren in Bormio und die Damen in Cortina fahren, nervt Straßer. „Wie gern hätte ich mit der Emma (Aicher) ihre Medaille gefeiert“, betont Straßer. „Jetzt zeigen mir die Wettkämpfe hier in Bormio, dass Olympia in Peking doch eigentlich gar nicht so schlecht war. Da gab es zwar Corona, aber wir waren da alle zusammen. Es gab einen riesigen Speisesaal. Da gab es ein Miteinander. Das hier ist nicht das, was ich mir als kleiner Junge erträumt habe!“
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