Würde Gold eintauschen

Brignone: „Mein Bein und mein Knie sind ruiniert“

Eine Verletzung, die nicht verheilt ist, es womöglich auch nie mehr tut: „Mein Bein und mein Knie sind ruiniert. Das Schienbein ist nicht mehr in Linie. Ich wollte nie sagen, wie schlimm es ist. Aber es ist so“, sagte Italiens Olympiaheldin Federica Brignone nach ihrem Triumph im Riesentorlauf. Nachsatz: „Ich würde beide Goldmedaillen eintauschen, wenn ich dafür wieder ohne diese Verletzung sein könnte.“

Die beiden silbernen Skandinavierinnen Thea Louise Stjernesund und Sara Hector knieten im Zielraum nieder und verneigten sich. Stellvertretend für die gesamte Skiwelt machten sie der Königin von Cortina ihre Aufwartung.

Fede I. – 72 Stunden nach ihrem unvorstellbaren Sieg im Olympia-Super-G legte Federica Brignone (35) eine weitere Heldentat nach und gewann auch den Riesentorlauf. Und das nachdem die Italienerin sich im April des Vorjahres bei den italienischen Meisterschaften eine mehrfache Fraktur des Waden- und Schienbeinkopfes zugezogen hatte.

Federica Brignone mit ihrer Riesentorlauf-Goldmedaille.
Federica Brignone mit ihrer Riesentorlauf-Goldmedaille.(Bild: Sepp Pail)

Eine Verletzung, die nicht verheilt ist, es womöglich auch nie mehr tut: „Mein Bein und mein Knie sind ruiniert. Das Schienbein ist nicht mehr in Linie. Ich wollte nie sagen, wie schlimm es ist. Aber es ist so“, sagte Fede. Eine Willensstärke, die an Hermann Maiers Olympia-Gala in Nagano erinnert, als er drei Tage nach seinem Jahrhundert-Abflug in der Abfahrt Gold im Super-G und erneut drei Tage später Gold im Riesentorlauf eroberte. Jedenfalls ist Brignone der Heldenstatus auf dem Stiefel Italiens nun sicher.

„Aber ich würde beide Goldmedaillen eintauschen, wenn ich dafür wieder ohne diese Verletzung sein könnte“, gab die 35-Jährige zu.

Die Basis für den Sieg im Riesentorlauf hatte die Frau mit dem Tiger auf dem Helm im ersten Lauf gelegt, als sie der Konkurrenz auf und davon fuhr. Wie auf Schienen, als hätte sie nach wie vor zwei gesunde Beine. Im zweiten Durchgang reichte ihr die 14. Zeit, um sich erneut die Krone aufzusetzen.

„Wenn ich nach Cortina gekommen wäre, um Gold zu holen, wär’ ich ohne nach Hause gefahren. Ich war nur glücklich, als Athletin hier sein zu können. Das war die Basis.“ Brignone kündigte nach der Siegerehrung eine Rückkehr ins Österreich-Haus an, wo sie schon Super-G-Gold gefeiert hatte: „Es war soooo eine nette Party“, schwärmte „die Tigerin“. Das Video von ihrer Ankunft hat auf der Instagram-Seite von sportkrone.at schon 1,2 Millionen Views.

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