Das gibt es ja nicht! Nachdem bereits Nina Ortlieb und Marte Monsen in der Abfahrt von Crans-Montana böse gestürzt waren, erwischte es mit Startnummer sechs auch Top-Favoritin Lindsey Vonn. Die US-Amerikanerin blieb erst regungslos im Auffangnetz liegen, fuhr dann unter großen Schmerzen in den Zielraum.
Vonn war nach 20 Sekunden an der gleichen Stelle wie Ortlieb gestürzt, auch die 41-Jährige wurde von den Auffangnetzen gebremst und blieb anschließend mehrere Minuten im Schnee liegen.
Helikopter blieb leer
Rasch wurde ein Helikopter herbeigerufen, Vonn entschied sich jedoch dazu, selbst ins Ziel zu fahren – wohl, um selbst abzuchecken, wie schlimm es sie erwischt hatte. Mit schmerzverzerrtem Gesicht schwang die Olympiasiegerin von 2010 vor dem Schweizer Publikum ab. Als sie von Teamkollegin Jacqueline Wiles tröstend in den Arm genommen wurde, flossen Tränen.
Wiles betonte nach dem Rennen gegenüber dem ORF, dass man derzeit um die Ausnahmeathletin bangt. „Ich möchte nicht genauer darüber sprechen, aber wir wissen leider noch nichts Konkretes“, so die US-Amerikanerin sichtlich von den Ereignissen geschockt. Auch Trainer Aksel Lund Svindal äußerte sich im Zielraum zum Sturz seines Schützlings: „Sie hat Schmerzen im linken Knie und Fuß, aber ich bleibe positiv. Wir lassen sie von Experten untersuchen und hoffen, dass es nichts Schlimmes ist.“
Was der Sturz für Vonns Olympia-Pläne bedeutet, lässt sich also noch nicht sagen. Die vierfache Gesamtweltcupsiegerin war für das Großspektakel in Cortina auf die Skier zurückgekehrt und stieg spätestens mit ihren Abfahrtssiegen in St. Moritz und Zauchensee zur Favoritin auf die Goldmedaille auf. Das Rennen wurde anschließend – nicht ohne Protest einiger Läuferinnen – abgebrochen. Svindal hielt die Entscheidung indes für richtig. „Wenn nach sechs Läuferinnen 50 Prozent im Ziel stehen und die anderen 50 Prozent im Netz landen, ist das nicht schön“, so der Norweger.
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