Das Match der sichtlich überforderten Ägypterin Hajar Abdelkadar beim ITF-Turnier in Nairobi schlägt online weiter hohe Wellen. Die große Frage: Warum durfte sie das Tennis-Turnier ohne Vorerfahrung in Angriff nehmen? Der kenianische Tennisverband hat auf die Kritik nun reagiert.
„Im Nachhinein erkennt Tennis Kenya, dass diese Wildcard nicht hätte vergeben werden dürfen. Der Verband hat aus dieser Erfahrung gelernt und wird sicherstellen, dass sich ein derart seltener Vorfall nie wiederholt“, ließ der Verband in einer Stellungnahme wissen.
Hintergrund: Abdelkadar erhielt für das ITF-W35-Turnier eine Wildcard für die erste Hauptrunde. Dort traf sie auf die Deutsche Lorena Schädel, die sich in der Weltrangliste auf Platz 1026 befindet und war sichtlich komplett mit der Situation überfordert.
Ein kurioser Auftritt
Die Ägypterin wusste scheinbar nicht so recht, wie sie mit dem Tennisschläger überhaupt umgehen sollte und war nicht einmal mit den Regeln des Sports gänzlich vertraut. Ihre Gegnerin musste ihr etwa sagen, wo auf welcher Seite des Aufschlagfeldes sie stehen muss.
Nach 37 Minuten endete das Spiel mit 6:0, 6:0 für die Deutsche. Gerade einmal drei Punkte sammelte Abdelkader im Match. Aber nicht auf eigene Faust. Zwei Doppelfehler und eine zu lange Vorhand ins Aus kamen ihr zugute.
Der kenianische Verband erklärte, dass man der Ägypterin eine Wildcard gewährt habe, um „ein Gleichgewicht zwischen den Spielern und den im Turnier vertretenen Nationen zu wahren.“ Zudem habe die 21-Jährige zuvor angegeben, „über ausreichende Wettkampferfahrung zu verfügen, und die Wildcard wurde auf der Grundlage der vorgelegten Informationen vergeben.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.