Der größte Urnengang des Jahres: 105.000 Feuerwehrleute sind heuer in Niederösterreich wahlberechtigt: Noch im Jänner wird in den 1700 Feuerwehren jeweils das Kommando gekürt.
Ein gewaltiger Wahlmarathon steht im Jänner bei Niederösterreichs Feuerwehren am Programm. In rund 1700 freiwilligen Feuerwehren wird entschieden, wer in den kommenden fünf Jahren das Kommando führt. Es sind Wahlen, die weit über die Feuerwehrhäuser hinausreichen. Denn die Feuerwehren des Landes rücken jedes Jahr zu 70.000 Einsätzen aus. Wer hier gewählt wird, trägt große Verantwortung.
Bürgermeister als Wahlleiter
Die Feuerwehrwahlen sind alle fünf Jahre vorgeschrieben und gesetzlich klar geregelt. Abgestimmt wird geheim, durch Stimmzettel und Wahlurne. Für jeden Kandidaten ist ein eigener Stimmzettel vorgesehen. Wahlleiter bei den örtlichen Feuerwehren ist der Bürgermeister oder ein von ihm bestimmtes Mitglied des Gemeindevorstandes.
Wählbar ist jedes aktive Feuerwehrmitglied. Fehlende Führungskurse müssen innerhalb von zwei Jahren nachgeholt werden. Wer diese Frist versäumt, verliert automatisch seine Funktion. Eine Neuwahl ist die Folge.
Zuerst Entscheidung an der Basis
Nach den Entscheidungen an der Basis setzt sich der Wahlreigen in den folgenden Wochen fort. Die Abschnitts- und Bezirksfeuerwehrkommanden werden gewählt, ehe am 20. März der Höhepunkt folgt. Dann fällt die Entscheidung über den obersten Chef der niederösterreichischen Feuerwehren, den Landesfeuerwehrkommandanten. Seit März 2013 steht Dietmar Fahrafellner an der Spitze der 105.000 Feuerwehrleute in Niederösterreich. Er wird sich abermals der Wahl stellen.
Die Wahlen bei en Feuerwehren sind kein politischer Machtkampf. Sie sind eine Abstimmung über Vertrauen, Führung und Verantwortung. Für die Sicherheit eines ganzen Landes.
Franz Resperger
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