16.03.2014 09:29 |

16. März 2014

Paralympics - Helden des Alltags

Anna Fenninger und Marcel Hirscher gewinnen den Ski-Weltcup, Uli Hoeneß geht ins Gefängnis, und Wladimir Putin schnappt sich die Halbinsel Krim waren einige Schlagzeilen der österreichischen Zeitungen in der vergangenen Woche - aber für die "Krone" standen auch die Erfolge der Paralympics-Teilnehmer ganz oben: Unser Respekt vor den Leistungen dieser behinderten Athleten ist derart groß, dass wir mit Matthias Mödl sogar erstmals einen eigenen Berichterstatter zu den Spielen dieser Sportler entsandten.

Sotschi ist teuer, aber Markus Salcher, Matthias Lanzinger und Co. sind diese Reise wert; nicht aus Mitleid, das brauchen diese Helden des Alltags nicht, sondern aus Ehrfurcht vor deren Leistungen und auch aus rein journalistischen Gründen: Zahlreiche Reaktionen unserer Leser beweisen, dass das Interesse an den Paralympics immer größer wird.

Dabei haben es diese Athleten nicht immer leicht gehabt: 1948 waren im englischen Aylesbury 14 kriegsversehrte Männer und Frauen im Rollstuhl im Bogenschießen gegeneinander angetreten, aber erst seit den Olympischen Sommerspielen 2012 muss die Ausrichtung der Paralympics in der Bewerbung offiziell berücksichtigt werden.

Die vermehrte Aufmerksamkeit schafft aber auch Probleme: Das Programm muss wegen der Fernsehübertragungen gestrafft werden, Behinderte vieler Klassen fahren im selben Rennen gegeneinander – mit Zeitgutschriften für die Schwere der jeweiligen körperlichen Einschränkung. Das führt dazu, dass es Sieger gibt, die bis zu zehn Sekunden langsamer sind als der Zweite.

Gerechtigkeits-Diskussionen wie beim Skispringen über Wind- und Gatepunkte stehen daher auf der Tagesordnung - an unserer Hochachtung ändert das freilich nichts.

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