22.02.2014 21:25 |

24. Bundesliga-Runde

Nur Nullnummern für Meister Austria und Rapid

Herbert Gagers Debüt als Trainer von Meister Austria Wien ist am Samstag mäßig erfolgreich verlaufen. Der Titelverteidiger der tipp3-Bundesliga musste sich in Klagenfurt gegen den WAC mit einem 0:0 begnügen und liegt damit weiter sieben Punkte hinter dem Tabellenzweiten Grödig. Der Aufsteiger erkämpfte sich bei Rapid ebenfalls ein torloses Remis und wahrte seine vier Punkte Vorsprung auf die Wiener.

Bereits am Nachmittag hatten sich die SV Ried und Sturm Graz mit einem 2:2-Unentschieden getrennt, womit Wiener Neustadt der einzige Sieger des Tages war. Die Niederösterreicher feierten gegen Schlusslicht Wacker Innsbruck einen 1:0-Heimsieg und haben nun schon neun Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten.

Rapid - Grödig 0:0
Rekordmeister Rapid ließ indes im Kampf um die Teilnahme am Europacup wichtige Punkte liegen. Die drittplatzierten Hütteldorfer kamen trotz vieler guter Chancen vor eigenem Publikum gegen den SV Grödig nicht über ein 0:0 hinaus und liegen damit weiterhin vier Zähler hinter dem Aufsteiger aus Salzburg. Damit gelang Rapid in den vergangenen sieben Runden nur ein einziger Sieg.

Dabei waren die Möglichkeiten für einen Sieg der Hausherren zur Genüge vorhanden. Von der ersten Minute an überlegen, erarbeiteten sich die Gastgeber schon in der ersten Hälfte einige gute Chancen, die aber teilweise leichtfertig vergeben wurden. Sabitzer (15.) und Burgstaller (22.) verfehlten aus guten Positionen das Tor, ein Versuch von Trimmel wurde von Grödig-Goalie Stankovic entschärft (27.).

In der zweiten Hälfte setzte sich die Verneblerei fort. Schaub schlenzte Stankovic den Ball in die Arme (53.), Burgstaller zielte aus zentraler Position ebenfalls genau auf den Grödig-Schlussmann (57.) und zu allem Überfluss schoss Sabitzer nach scharfer Boyd-Vorlage aus zwei Metern über das leere Tor (62.).

Es folgte ein rund 20-minütiger Leerlauf, ehe Rapid noch einmal den Druck erhöhte und in der 88. Minute dem 1:0 ganz nahe kam. Zunächst traf Burgstaller nur die Stange, den abspringenden Ball setzte Boyd noch einmal ans Aluminium. Die letzte Chance auf den Rapid-Sieg ließ der eingewechselte Alar aus, als er in der 90. Minute den Ball aus sechs Metern genau auf Stankovic spitzelte.

WAC - Austria 0:0
Die Wiener Austria hat vergeblich auf einen Trainereffekt gehofft. Im ersten Spiel unter Gager setzte sich beim amtierenden Meister die Serie an enttäuschenden Ergebnissen fort. Die "Veilchen" mussten sich im Klagenfurter Wörthersee-Stadion gegen den WAC mit einem 0:0 begnügen und sind damit schon sechs Spiele ohne Sieg - dies ist die längste sieglose Serie der Wiener seit 2007/08. Holland (45.) und Hosiner (55.) hatten die größten Chancen, ihrem Trainer einen erfolgreichen Einstand zu bescheren.

Aber auch mit neuem Coach, neuem Personal - statt Koch, Ramsebner, Royer und Stankovic liefen Dilaver, Rogulj, Jun und Kienast ein, und neuem 4-4-2-System war es alles andere als überzeugend, was die Violetten zeigten. Der WAC war meist sogar leicht feldüberlegen, die Austria konnte sich nur selten in den gegnerischen Strafraum kombinieren. Eine einzige große Chance stand nach 45 Minuten unter Gager zu Buche: Holland scheiterte unmittelbar vor dem Pausenpfiff alleine vor Dobnik am WAC-Torhüter.

Nach der Pause kam die Austria zunächst gefährlicher in den Strafraum. Hosiner hatte zweimal die Führung auf dem Fuß, verfehlte aber kurz hintereinander das Ziel (55., 56.). Nach einer Stunde erarbeitete sich der WAC aber wieder Vorteile und ein paar Strafraumszenen, zwingende Chancen fanden jedoch beide Teams nicht vor.

Ried - Sturm 2:2
Trotz eines 2:2 im Auswärtsspiel bei der SV Ried muss Sturm Graz weiter um einen internationalen Startplatz bangen. Die sechstplatzierten Steirer waren im Innviertel mit 2:1 in Führung gelegen, kamen aufgrund eines Doppelpacks von Rene Gartler (7., 63.) aber über einen Punkt nicht hinaus und liegen weiterhin sechs Zähler hinter Ried. Sturm, für das mit Anel Hadzic (21.) und Daniel Beichler (55.) zwei ehemalige Ried-Akteure trafen, wartet weiter auf den ersten Sieg 2014, zeigte sich nach dem 1:4 gegen Salzburg aber wieder in solider Verfassung.

Ried erwischte im 600. Bundesligaspiel der Klubgeschichte einen Start nach Maß: Nach einem weiten Freistoß-Aufsetzer lenkte Pliquett den Ball an die Latte, den Abpraller verwertete Gartler per Kopf zum 1:0. Doch die "Wikinger" machten zu wenig aus ihrer Führung. Die offensiven, aggressiven Steirer, die ihre Europacup-Chancen zu wahren trachteten, stellten den Gegner mit schnellen Vorstößen immer wieder vor Aufgaben - und hatten nach 45 Minuten auch ein Chancenplus stehen. Eine dieser Möglichkeiten landete denn auch im Kasten der Rieder: In der 21. Minute profitierte Wolf von einem ganz schlechten Abschlag Gebauers, passte in den Rückraum zum allein heraneilenden Hadzic, der aus 16 Metern sicher einnetzte.

Die Grazer setzten auch nach der Pause ihr forsches Spiel fort und wurden neuerlich belohnt: Beichler, nahm sich allein im Zentrum eine präzise Schloffer-Hereingabe mit der Brust herunter und schoss souverän ein (55.). Doch die Rieder packten ihrer Kämpfertugenden aus und schlugen - dank des zweiten Abwehrpatzers an diesem Abend - wenig später zurück: Gartler, dessen Tor zuvor noch wegen Abseits' aberkannt worden war (48.), versenkte eine schlechte Madl-Abwehr volley zum Ausgleich im Sturm-Kasten (63.) - das zwölfte Saisontor des Ex-Rapidlers. Beide Teams suchten zwar den Weg zum Siegtreffer, vermochten dabei aber nicht mehr für echte Gefahr zu sorgen.

Wiener Neustadt - Innsbruck 1:0
Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machte Wiener Neustadt. Die Niederösterreicher gewannen gegen Wacker Innsbruck dank eines Herbert-Rauter-Tores (11.) 1:0 und beendeten damit eine fünf Spiele andauernde sieglose Serie. Der Abstand des Achten auf die am Tabellenende liegenden Tiroler wurde zwölf Runden vor Schluss auf neun Punkte vergrößert.

Die Innsbrucker starteten vor nur 1.350 Zuschauern besser und waren vor der Pause auch torgefährlicher, wie zuletzt fehlte an vorderster Front aber die nötige Effizienz. Die Hausherren brachten es nur auf einen echten Torschuss, der aber passte: Nach einem haarsträubenden Ji-Parana-Abspielfehler im Aufbauspiel schnappte sich Kristijan Dobras den Ball und bediente Rauter, der keine Mühe hatte, zu vollenden (11.).

Nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren bedacht, das Ergebnis zu verwalten, die Tiroler hatten mehr vom Spiel, konnten sich aber nur selten wirklich gut in Szene setzen. In Minute 60 hatten die Tiroler allerdings Pech, dass die Pfeife von Schiedsrichter Andreas Feichtinger nach einem Pollhammer-Rempler gegen Edomwonyi im Strafraum stumm blieb. Die Schlussoffensive der Tiroler, für die es im Abstiegskampf immer enger wird, blieb unbelohnt - sie verloren auswärts zum bereits siebenten Mal in Folge.

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