Bei der Meldung vom Donnerstag berief sich der südafrikanische Sender auf Dokumente der Anklagebehörden, in deren Auftrag die Ballistik-Experten tätig geworden waren.
Prothese doch nicht vor Schussabgabe angelegt?
Zur Erhärtung des Mordverdachts hatte die Staatsanwaltschaft als Schlüsselargument angeführt, dass Pistorius vor Abgabe der Schüsse zunächst seine Prothese angelegt und dementsprechend offensichtlich nicht in Panik gewesen sei. Die Anklage geht davon aus, dass der Athlet das Model Steenkamp im Februar 2013 nach einem Streit in seinem Haus in Pretoria vorsätzlich durch die geschlossene Badezimmertür erschoss. Der 27-Jährige beteuert hingegen, er habe seine Freundin für einen Einbrecher gehalten.
Staatsanwalt hat aber noch Argumente für Mordtheorie
Während der von eNCA veröffentlichte Ballistik-Bericht die Darstellung von Pistorius tendenziell stützen könnte, spielen zwei weitere Details eher der Staatsanwaltschaft in die Karten: Dem Sender zufolge geht die Anklage davon aus, dass Wachleute der gesicherten Wohnanlage in Pretoria nach den Schüssen bei Pistorius anriefen - und dass der Sportler ihnen sagte, alles sei in Ordnung und Hilfe nicht nötig. Außerdem habe ein weniger als hundert Meter entfernt wohnender Nachbar in der Tatnacht Gebrüll gehört.
Pistorius muss sich ab dem 3. März wegen der Tötung seiner Freundin vor Gericht verantworten. Der an beiden Unterschenkeln amputierte Athlet war 2012 bei den Olympischen Sommerspielen in London zu Weltruhm gelangt, als er beim Sprint der unversehrten Athleten antrat.








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