Erste Bank Open

Jurij Rodionov in erster Wien-Runde ohne Chance

Tennis
20.10.2025 19:00

Da war es nur noch ein Österreicher im Hauptfeld von Wien. Jurij Rodionov half zum Auftakt der Erste Bank Open auch ein großer Kampf gegen den Weltranglisten-Siebenten Alex de Minaur nicht.

Den ersten Satz hielt der Österreicher noch auf Augenhöhe, im zweiten war er chancenlos, verlor letztlich 4:6, 1:6. Dienstag trifft Filip Misolic auf Camilo Ugo Carabelli (Arg).

Alex de Minaur
Alex de Minaur(Bild: Eva Manhart)

Das war vor einigen Jahren noch kaum denkbar. Auch am Montag lüfteten sich die Vorhänge des obersten Ranges der Stadthalle für die Zuschauer. So feuerten rund 7000 Zuschauer Jurij Rodionov gegen Alex de Minaur an. Ein sichtbarer Beleg für die Erfolgsgeschichte der Erste Bank Open.

(Bild: GEPA)

Eine solche wollte auch Österreichs Daviscupheld in Wien gerne schreiben, das sah man ihm in jeder Faser seines Körpers an. Dass zwischen ihm und dem Weltranglisten-Siebenten Alex de Minaur aktuell 147 Plätze liegen sah man dem 26-Jährigen im ersten Satz keineswegs an.

So holte sich Rodionov die ersten beiden Breakbälle der Partie, die er beim Stand von 2:2 aber leider nicht nutzen konnte. Bei eigenem Service agierte Jurij mutig, suchte immer wieder den Weg zum Netz, mitunter wie bei einem spektakulären Punkt im achten Game sogar zweimal im selben Ballwechsel. Und in den meisten Fällen schloss er mit einem Volley erfolgreich ab.

(Bild: GEPA)

Der Unterschied zeigte sich erst im zehnten und letzten Game des Durchgangs. Da wehrte Rodionov zwar den ersten Break- und Satzball ab, machte aber abschließend drei leichte Fehler in Serie und gab nach 47 Minuten Durchgang eins mit 4:6 ab.

(Bild: Eva Manhart)

Nach Satz eins Zahn gezogen
Dieser unglücklich verlorene Satz schien dem Österreicher doch etwas den Zahn zu ziehen, vielleicht konnte er das hohe Niveau auch einfach nicht mehr halten. Er ging zwar in seinem ersten Aufschlagspiel des zweiten Satzes 40:0 in Führung, musste dennoch gleich das Break hinnehmen. Rodionov wirkte etwas müder, legte die Meter nicht mehr ganz so rasch zurück, stand immer wieder einmal nicht optimal zum Ball. Auf der Gegenseite begann de Minaur das zu machen bzw. nicht mehr zu machen, wofür er auf der Tour bekannt ist – er beging kaum noch Fehler, platzierte seine Bälle noch präziser.

Jurij sammelte sich neu, tauschte sein Leiberl und gab noch einmal alles. Es war zu wenig. De Minaur spielte nun bärenstark, gewann nach 1:20 Stunden 6:4, 6:1.

„Er hat alles zurückgebracht, das war ein Level, das ich nicht gewohnt bin, das ich so lange noch nicht halten kann“, resümierte Rodionov. „Ich habe oft den Punkt sechs oder sieben Mal machen müssen. Dann habe ich begonnen, Fehler zu machen.“ Der 26-Jährige, der vor dem Daviscupfinale noch Challenger in Seoul und Taipei spielet, will künftig vor allem daran feilen, sich eine noch bessere Matchfitness und Konstanz zu erarbeiten.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

KMM
Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung