17.12.2013 14:00 |

Neue Horror-Zahl

OeNB: Hypo-Pleite würde 26 Milliarden Euro kosten

Es ist das wohl schlimmste Szenario, das in Sachen Hypo bislang ans Tageslicht gekommen ist: ein Schreiben von November 2013, in dem die Österreichische Nationalbank das Finanzministerium eindringlich vor einer Pleite der notverstaatlichten Bank warnt. Eine Hypo-Insolvenz könnte laut OeNB bis zu 26 Milliarden Euro an volkswirtschaftlichem Schaden nach sich ziehen. Das entspräche in etwa den gesamten Lohnsteuereinnahmen der Republik Österreich innerhalb eines Jahres.
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Wie "profil online" am Dienstag unter Berufung auf ein "vertrauliches Schreiben" der Nationalbank an das Finanzministerium vom 19. November 2013 berichtete, warnten OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny und dessen Vize Andreas Ittner eindringlich vor den Konsequenzen einer Insolvenz der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG - wenige Tage, bevor die Republik weitere 1,05 Milliarden Euro Kapital zuschoss.

In dem Schreiben heißt es laut "profil online": Falls keine weiteren Kapitalmaßnahmen gesetzt würden und in weiterer Folge eine ungeordnete Abwicklung eintrete, würde dies zu Verlusten für Republik, Anleihegläubiger sowie das Land Kärnten "in Höhe von bis zu 16 Milliarden Euro" führen.

Die Notenbank befürchtete darüber hinaus auch Konsequenzen für die Pfandbriefstelle der österreichischen Hypobanken. "Unter Berücksichtigung einer drohenden Insolvenz des Landes Kärnten" rechneten Nowotny und Ittner hier mit "Folgekosten für die kommenden drei Jahre von rund sechs bis acht Milliarden Euro".

Überdies sei bei einer "ungeordneten Abwicklung" auch noch mit einer Abstufung durch Ratingagenturen zu rechnen. Alleine die fünf Top-Bankengruppen könne das 1,8 Milliarden Euro kosten.

In Summe würde eine Hypo-Insolvenz - die die Bundesregierung allerdings kategorisch ausschließt - laut Österreichischer Nationalbank einen volkswirtschaftlichen Schaden von bis zu 26 Milliarden Euro bis 2016 nach sich ziehen.

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