Im Vorjahr radelte sie allen Männern davon: Elena Roch hat erst kürzlich wieder einen – diesmal heimischen – Sieg erfahren: Mit Kollegin Anna Streitmann wurde sie österreichische Meisterin. Bewerbe außerhalb Österreichs hat sie viele gewonnen, aber nun steht die WM vor der Tür – und zwar in Österreich.
Dass alle ihre männlichen Mitbewerber beim „Race around Austria“-Bewerb im Vorjahr sprichwörtlich nur ihr Hinterrad zu sehen bekamen, brachte Elena Roch in die Schlagzeilen. „Ja, dieser Erfolg hat mir viel Zustimmung gebracht“, erzählt die Hollabrunnerin, die auf der Strecke von 2200 Kilometern inklusive 30 Höhenkilometern zeigte, dass sie zu Recht in die Kategorie „Ultra-Cyclerin“ fällt. Und vor erst einem Monat holte die Sportlerin – gemeinsam mit Co-Fahrerin Anna Bachmann – den österreichischen Meistertitel im 2er-Bewerb. Aufruf für mehr
Aufruf für mehr Konkurrenz war nötig
Der Sieg war insofern knapp, als dass das Rennen des Damen-Teams beinahe nicht stattfinden hätte können. „Wenige Tag vor dem Termin haben wir erfahren, dass sich sonst niemand für die Kategorie gemeldet hat“, spricht Elena ein Thema an, dass ihr immer schon sehr am Herzen lag: „Mehr Frauen aufs Rennrad!“ Kurzerhand setzte das Damen-Duo via Social-Media-Kanälen einen Aufruf ab, dass Frauen das Wagnis eingehen sollten. Als die Meldung kam, dass sich weitere Teams gemeldet haben, die große Erleichterung: „Es ist echt erstaunlich, welchen Zusammenhalt es in der Community gibt“, sagt die 31-Jährige. „Daher lautet mein Motto auch Zusammenhalt, Teamgeist, Leidenschaft, Mut – und Frauenpower!“
In Kürze geht es wieder „ans Eingemachte“ – die WM in Österreich
In Kürze wird es aber schwieriger für die 31-Jährige: Denn von 11. bis 13. August gehen in Österreich die Weltmeisterschaften über die Bühne. „Hier ist das Teilnehmerfeld schon ein breiteres – und vor allem schnelleres. Das wird eine harte Herausforderung“, blickt Sportlerin auf das große Ereignis in Österreich.
Keine Preisgelder – in dieser Sportart sind Sponsoren wichtig
Zurück vom Urlaub in Frankreich, wo – versteht sich – ebenfalls viel trainiert worden ist, hofft die Weinviertlerin nun auf eine größere Aufmerksamkeit als bei den vergangenen Rennen: Denn Preisgelder sind in der Szene die Ausnahme – Elena Roch braucht für ihre Erfolge auch kräftige Sponsoren. Denn auf den langen Distanzen sind Begleitfahrzeuge und Betreuer nötig. Auch das Umfeld für die Planung ist bei Ultra-Bewerben wichtig, und – die Rennzeit steht nie still: „Zähne geputzt wird daher meist erst auf dem Bike“.
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