„Das waren sicher die schlimmsten Momente meines Lebens“, stammelte er geknickt ins ORF-Mikrofon: Formel-1-Rookie Isack Hadjar war so heiß auf sein Debüt gewesen – und dann setzte er am Sonntag seinen Racing-Bulls-Boliden schon in der Aufwärmrunde in die Leitplanke. Die Tränen flossen.
Ein Streckenposten versuchte zu trösten, in der Boxengasse dann legte sogar Lewis Hamiltons Vater den Arm fürsorglich um seine Schulter. Aber Isack Hadjar war untröstlich. Der Kopf blieb hängen, wollte gar nicht mehr nach oben. Sicher, klar erkennbar war‘s unterm Helm nicht – es schien aber sehr danach, als weinte der junge „Racing Bull“ hemmungslos in sich hinein. Herzzerreißend.
Vor Beginn zu Ende
Was war passiert. Hadjar, einer von sechs Rookies, war bei der Formation Lap ins Rutschen geraten und landetet in Kurve zwei in der Barriere: Heckflügel gebrochen, Hinterrad verbogen – Premierenrennen vorbei, noch ehe es begonnen hatte. „Das war leider patschert“, meinte Alex Wurz in seinem Live-Kommentar.
„Überhaupt kei Grip“
Wenig später wirkte Hadjar zumindest schon wieder einigermaßen gefasst, versuchte sich beim ORF-Interview zusammenzureißen. Der Rookie sprach davon, dass „überhaupt kein Grip“ vorhanden, „die Bedingungen wirklich schlecht“ gewesen seien: „Ich habe die Situation falsch eingeschätzt.“ Danach hätte er den „Walk of shame“ absolviert – als Ausgeschiedener durch die Box: „Das waren die schlimmsten Momente meines Lebens.“
Dabei hatte Hadjar in den ersten Trainings und beim Qualifying gut angezeigt. Immerhin Platz elf in der Qualifikation. Racing-Bulls-Teamchef Laurent Mekies hatte schon am Freitag davon gesprochen, dass Hadjar „einen guten Job“ gemacht habe, zumal er davor „nur einen Testtag in Bahrain“ gehabt hatte. Davon kann sich der Youngster nach der vermasselten Aufwärmrunde am Sonntag auch nichts mehr kaufen.
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