Seltene Phänomene

Spektakel am Himmel: Zwei Finsternisse im März

Österreich
05.03.2025 08:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine Mondfinsternis, die in Österreich nur kurz sichtbar ist, und eine Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonne nur wenig verdeckt – beide Himmelsereignisse bieten dennoch spannende Momente für Astronomiebegeisterte. Was genau zu sehen ist und wann sich das Beobachten lohnt.

Der März hat gleich zwei Finsternisse zu bieten – eine totale Mondfinsternis am 14. März und eine partielle Sonnenfinsternis am 29. März. Laut Alexander Pikhard von der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) sind beide Finsternisse zwar wenig spektakulär, aber dennoch: Für Astronomiebegeisterte sind sie eine Beobachtung wert. Bei der Mondfinsternis geht der Mond hierzulande zu früh, weit vor der Totalität, unter. Die Sonnenfinsternis ist zwar im vollen Verlauf zu sehen, der Mond wird aber nur wenig von der Sonne abdecken.

Eine Mondfinsternis ereignet sich, wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie stehen und der Schatten der von der Sonne beleuchteten Erde auf den Mond fällt. Tritt der Mond in den Kernschatten der Erde, wird er von den direkten Sonnenstrahlen völlig abgeschirmt. Im Halbschatten erreicht immer noch ein Teil des Sonnenlichts den Mond.

Mond zu neun Prozent verfinstert
Bei der Mondfinsternis am 14. März tritt der Mond um 6.09 Uhr (Wien) in den Kernschatten der Erde. Allerdings geht der Mond dann schon um 06.15 Uhr unter und ist dabei erst zu neun Prozent verfinstert. Bessere Sicht auf das himmlische Schattenspiel gibt es in Nord- und Südamerika.

Um eine Sonnenfinsternis zu beobachten, muss man unbedingt seine Augen mit entsprechendem ...
Um eine Sonnenfinsternis zu beobachten, muss man unbedingt seine Augen mit entsprechendem Equipment schützen – notwendig sind eine Finsternisbrille oder Sonnenfilterfolie (Symbolbild).(Bild: Astronomisches Zentrum Martinsberg (AZM))

Sonnenfinsternisse gibt es nur bei Neumond. Da steht der Mond von der Erde aus gesehen nahe der Sonne. Durchschnittlich zwei Mal im Jahr verdeckt der Erdtrabant dabei zumindest teilweise die Sonnenscheibe.

In Österreich ist dieses Schauspiel am 29. März im vollen Verlauf zu sehen: Die partielle Sonnenfinsternis beginnt um 11.41 Uhr (Wien), die maximale Bedeckung wird um 12.18 Uhr erreicht. Die Sonne wird dabei aber nur zu einem kleinen Teil vom Mond bedeckt: zu 14 Prozent bezogen auf den Durchmesser bzw. sechs Prozent bezogen auf die Fläche der Sonnenscheibe. Insgesamt dauert die partielle Finsternis – die übrigens nirgendwo auf der Welt ringförmig oder total zu sehen ist – eine Stunde und elf Minuten (Wien).

Keine „Hausmittel“ verwenden
Um eine Sonnenfinsternis zu beobachten, muss man unbedingt seine Augen mit entsprechendem Equipment schützen. Notwendig sind eine Finsternisbrille oder Sonnenfilterfolie, die im astronomischen Fachhandel erhältlich sind. Sonnenbrillen bieten zu wenig Schutz, Experten warnen auch davor, „Hausmittel“ wie Rettungsdecken, rußgeschwärzte Gläser, CDs oder Ähnliches zu verwenden.

Das Jahr 2025 hat noch eine zweite – attraktivere – Mondfinsternis zu bieten: Am 7. September wird der Mond bei seinem Aufgang um 19.21 Uhr (Wien) bereits zu 86 Prozent im Kernschatten der Erde sein. Die totale Verfinsterung beginnt um 19.30 Uhr und dauert bis 20.53 Uhr.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
05.03.2025 08:26
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung