Haarscharf schrammte der angeschlagene Vincent Kriechmayr am Freitag an einer Medaille vorbei. Nur fünf Hundertstel fehlten dem ÖSV-Athleten im Super-G auf Rang drei: „Vierter ist immer undankbar!“ Sein verletztes Knie hatte er vor der Fahrt betäubt.
Ein kleines Fragezeichen stand hinter der Fitness von Vincent Kriechmayr, der seit seinem Wengen-Sturz an einer Innenbandverletzung im rechten Knie leidet. Am Mittwoch hatte der Doppel-Weltmeister von 2021 das Abfahrtstraining bestritten, am Donnerstag musste er allerdings eine Pause einlegen.
Im Super-G am Freitag verpasste er nur knapp um fünf Hundertstel die Bronzene. Körperlich geht es ihm „sehr gut“, das Knie habe er gut in Griff bekommen. „Ich bin so ehrlich, ich habe es betäubt. Das ist keine Tragik, das kommt immer wieder mal vor, wir haben viele Athleten mit Knieverletzungen. Ich betäube ja nicht die Muskulatur, sondern rundherum, dass ich nicht den stechenden Schmerz habe.“ Das Knie habe ihn auf keinen Fall behindert.
„Unglaublicher“ Odermatt
Es sei jedoch „einfach keine gute Fahrt“ gewesen. „Dann muss ich halt bei der Abfahrt andrücken“, versprach Kriechmayr, der ÖSV-Kollege Raphael Haaser, der Silber geholt hatte, lobte. Zu Triumphator Odermatt sagte Kriechmayr: „Er war unglaublich!“
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