Es schien alles so schwierig zu sein: Die Möchte-gern-Dreier-Koalition marschierte mit hunderten Experten auf, über sechs Milliarden Euro im ersten Jahr einzusparen, das klang schon nach einem gewaltigen Paukenschlag. Welche Partei sollte diese „Spar-Keule“ am heftigsten schwingen, wer am ärgsten davon getroffen werden?
Ehe es wirklich ernst wurde, ist der Eifer der Zuckerl-Koalition erlahmt. Sie ist vom Radar verschwunden. Nach dem Motto: Schwach anfangen und stark nachlassen.
Jetzt aber, welch Wunder, scheint alles ganz leicht zu sein: 6,3 Milliarden Euro an Einsparungen, schwupp di wupp, werden schon als Siegesmeldung von FPÖ und ÖVP verkündet. Kaum angefangen und schon so erfolgreich? Den einfachen Bürger und Steuerzahler beschleicht da berechtigtes Misstrauen: Wenn das alles so einfach wäre, warum ist es anderen nicht gleich gelungen?
Dennoch: Die Chancen stehen gut, dass viele der Budget-Kürzungen erfolgreich sein werden. Warum? Zu locker hat man das Geld verteilt, bei „Koste es was es wolle“ hat es auch kaum einkommensmäßige Differenzierung gegeben, der Staat hat gegeben, die Bürger haben genommen – bis die Kasse gähnend leer war.
Wenn jetzt die „Spar-Keule“ von einer neuen Regierung geschwungen wird: Es geht einfacher! Das Zauberwort heißt „mehr Effizienz“, das kleine Österreich hat 797.300 staatliche Mitarbeiter – die riesige EU hingegen kommt mit 79.211 aus ...
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