Auf Brennerautobahn

Stützmauer stürzte auf Lkw: Justiz stellt Ermittlungen ein

Österreich
14.06.2013 11:53
Nach dem Sturz einer tonnenschweren Stützmauer auf die Brennerautobahn (A13) in Tirol im März 2012, bei dem ein 51 Jahre alter Lkw-Lenker getötet worden war, hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen Planer und Ingenieure eingestellt. Die Mauer war damals just in jenem Moment gebrochen, als das Schwerfahrzeug im Schritttempo auf die Mautstelle Schönberg zufuhr.

Ein Gutachten ergab laut Hansjörg Mayr, Sprecher der Anklagebehörde, zwar, dass die Ursache eine "unzutreffende statische Berechnung" gewesen sei. Diese sei allerdings im Zuge des Baus der Mauer im Jahr 1980 angestellt worden. "Somit liegt eine Verjährung vor", erklärte der Sprecher. Das Gutachten habe zudem aufgezeigt, dass der Konstruktionsfehler durch die ständigen Kontrollen nicht habe entdeckt werden können.

Bergung dauerte mehrere Stunden
Bei dem Unglück am 20. März 2012 war die 70 Tonnen schwere Stützmauer genau in dem Moment gebrochen und auf den Sattelzug gestürzt, als der Lkw auf die Mautstelle zufuhr. Die Bergung dauerte mehrere Stunden. Für den 51-jährigen Fahrer aus München kam jede Hilfe zu spät. Experten sprachen damals von einer Überbeanspruchung der Stützmauer durch erhöhten Erddruck aufgrund von Schmelzwasser.

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