Große Zufriedenheit sieht anders aus. Die Pistenverhältnisse beim Riesenslalom in Alta Badia seien nicht Weltcup-tauglich, so der allgemeine Tenor unter den Athleten. „Ein absoluter Skandal. Die FIS spielt mit unserer Gesundheit“, schimpfte der Schweizer Justin Murisier.
„Wir haben diskutiert, ob wir überhaupt fahren sollten“, meinte Halbzeit-Leader Filip Zubcic. „Die Präparierung ist wirklich schlecht. Unsere Trainer bereiten für die Testläufe bessere Pisten als die Zuständigen im Weltcup“, fand der Kroate gegenüber dem ARD deutliche Worte. Auch Henrik Kristoffersen äußerte sich besorgt, der Norweger sprach von einem „Rennen am Limit“, bei dem man nicht wisse, wann und wo die Piste bricht.
Beaver-Creek-Sieger Thomas Tumler sagte zu „Blick“: „Die meisten Rennfahrer waren sich nach der Besichtigung einig, dass wir unter diesen Voraussetzungen kein Rennen bestreiten.“
„Respektlos und fahrlässig“
„Es ist einfach jeder Schwung anders, es schlägt so brutal. Man muss ganz ehrlich sein, die Pisten sind schon in einem sehr bescheidenen Zustand“, kann sich Manuel Feller den Kommentaren seiner Kontrahenten nur anschließen. „Dass wir bei diesen Bedingungen ein Rennen bestreiten müssen, ist uns Athleten gegenüber fast schon ein bisschen respektlos und fahrlässig.“ Für den Tiroler war der Arbeitstag bereits nach dem ersten Lauf zu Ende, er schied als 31. aus.
„... dann musst du alles fahren können“
Verteidigt wurden die Verantwortlichen hingegen von Ex-Fahrer Felix Neureuther. „Es hätte deutlich besser von der Präparierung sein können – aber es ist ein Freiluftsport. Es sind die besten Fahrer der Welt am Start, dann musst du alles fahren können“, so der Deutsche in seiner Funktion als TV-Experte.
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