Passiva von rund zwei Milliarden Euro, fast 3300 Gläubiger und mehr als 3600 Mitarbeiter, die um ihre Jobs zittern – die Insolvenz von KTM ist eine der größten Firmenpleiten in Österreich seit dem Zweiten Weltkrieg. Zwei Fragen beschäftigen dabei besonders: Wie konnte das passieren? Und: Welchen Beitrag leistet Eigentümer Stefan Pierer, um den Motorradhersteller zu sanieren?
Die externen Vertragshändler kauften hohe Mengen an Motorrädern, die sie aber 2023 schon gar nicht mehr verkaufen konnten; 130.000 Motorräder liegen auf Lager, womit enorm viel Kapital gebunden ist; die Nachfrage in den USA strauchelt; dazu kommen die stark gestiegenen Produktionskosten in Österreich – so erklärt die KTM AG, warum sie einen dermaßen hohen Schuldenberg anhäufen konnte.
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