Das Grazer Duo Christoph Steiner und Lisa Rothhardt will ab Dienstag seinen Poetry-Slam-Meistertitel im deutschen Bielefeld verteidigen. Im Vorjahr konnten die beiden mit einer Rekordpunktezahl den Sieg im Team-Wettbewerb erringen.
Im vergangenen Jahr konnten Christoph Steiner und Lisa Rothhardt den Titel als beste deutschsprachige Poetry-Slammer erstmals nach Österreich holen, erzielten damals im Schauspielhaus Bochum mit 89,9 von 90 Punkten sogar die Höchstwertung seit Bestehen dieser Meisterschaften.
Kein Wunder also, dass die beiden Grazer Schauspieler bei den deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften, die von 19. bis 23. November im westfälischen Bielefeld ausgetragen werden, auch heuer wieder den Sieg im Team-Bewerb holen möchten.
Es ist immer wie ein großes Klassentreffen von Poetry-Slammern.
Schauspieler Christoph Steiner
Christoph Steiner und Lisa Rothhardt sind den jungen Grazer Theaterbesuchern bestens bekannt, sind doch beide Ensemble-Mitglieder im Next Liberty – und in Österreichs Poetry-Slam-Szene längst eine richtig große Nummer. Entsprechend ambitioniert gehen sie als Duo „Tommy und Annika“ (in Anlehnung an ihre Rollen im Stück „Pippi Langstrumpf“) in den renommierten Wettstreit.
Akribische Vorbereitung
„Wir haben uns ein Jahr lang akribisch auf unsere Performance vorbereitet. Immerhin sollen dort Texte präsentiert werden, die man vorher noch nie vor Publikum vorgetragen hat. Entsprechend hoch ist auch die Aufgeregtheit bei uns“, sagt Steiner zur „Krone“. Acht Teams aus dem deutschsprachigen Raum werden in Bielefeld gegeneinander antreten, nur drei davon kommen ins Finale in der Stadthalle. „Es ist immer wie ein großes Klassentreffen von Poetry-Slammern.“
Bei den Texten geht es unter anderem darum, dass sie für ein breites Publikum – bis zu 3000 Zuschauer werden erwartet – interessant sind. „Daher haben wir uns für das Thema Demokratie entschieden. In Deutschland ist ja gerade die Ampel-Koalition zerbrochen, Donald Trump wurde kürzlich wieder zum US-Präsidenten gewählt und in Österreich war Super-Wahljahr“, so Steiner. Rothhardt unterstreicht: „Für uns ist das Performen auch eine Art persönliche Verarbeitung von Themen, die uns beschäftigen. Und Demokratie ist schließlich etwas, das uns alle angeht.“
Kirsche auf der Torte
Trotz aller Nervosität im Vorfeld überwiegt beim Grazer Duo die Vorfreude. Rothhardt: „Wenn wir den Titel wie letztes Jahr nach Graz holen könnten, wäre es sozusagen die Kirsche auf der Torte.“
Philipp Braunegger, Steirerkrone
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