Wie grüne Fackeln am Firmament erobern Polarlichter jetzt wieder den arktischen Himmel über Lappland. Mit Hundeschlitten oder Schneemobil geht es durch das weiße Reich der Rentiere und Elfen, das noch heute von der samischen Kultur geprägt wird.
Knackend krächzt der Schnee bei jedem Schritt unter den gefütterten Winterstiefeln. Minus 17 Grad zeigt das Thermometer an, während mitten in der Polarnacht am pechschwarzen Himmel eine Metamorphose einsetzt. Zu den Sternen scheint sich anfangs ein grauer Wolkenschleier zu gesellen, der schleichend mintgrüne Töne anstimmt.
Zunächst verharren die ersten Nordlichter starr wie ein Regenbogen, dann setzt am Firmament der arktische Hexentanz ein: Neongrelle Lichtfontänen schrauben sich in die Höhe, sacken unvermittelt ab und sind im Handumdrehen wieder verschwunden.
Langläufer ziehen auf den Loipen ihre Spuren
Zugegeben, man braucht schon viel Glück, um Zeuge so eines Spektakels zu werden. Aber kaum wo stehen die Chancen besser als im finnischen Winterwunderland. Durchschnittlich gibt es hier nämlich 111 Sichtungen pro Jahr.
Schnee und Eis sind in Lappland nun die Hauptdarsteller, in Nebenrollen glänzen die unberührte Natur, die Kultur der Samen und eine ganz spezielle Gastfreundschaft.
ALLGEMEINE INFOS:www.visitfinland.com/dE
BUCHUNGSBEISPIEL: Prima Reisen bietet praktische Komplett-Pakete für Finnland an.
Zum Beispiel: 7 Nächte in einer gewählten Unterbringung rund um Levi inklusive Übernachtungen, Halbpension, Transfers, fünf Ausflügen und Direktflug ab Wien und retour, Reiseführer sind vor Ort. Termine jeweils samstags vom 11. 1. bis 19. 4. 2025 Preis pro Person im Doppelzimmer ab 2398 €
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+43 (1) 50 50 22 20
Als Ausgangspunkt für das Abenteuer bietet sich das vom Slalomrennen bekannte Levi an, das in der Hauptsaison prima via Charterflug direkt von Wien über den nahe gelegenen Airport Kittilä erreichbar ist.
Levi wirkt auf den ersten Blick wie eine Mischung aus Aspen und Arlberg, gepaart mit jeder Menge skandinavischem Flair. Langläufer ziehen auf den Loipen ihre Spuren, abends herrscht in den Lokalen Après-Ski-Stimmung.
Familien kommen im hiesigen Elfendorf auf ihre Rechnung, wo Kinder mit dem Weihnachtsmann Lebkuchen backen können.
Mutige schwingen sich auf ein Schneemobil – Führerschein nicht vergessen! Wer es gemächlicher angehen will, lässt sich auf einer Schlittenfahrt von Rentieren oder Huskys durch die weißen Weiten und Wälder chauffieren.
Gebeizter Lachs und Moltebeeren-Parfait
Als Basislager in Levi ist das Hullu Poro Hotel praktisch. Für finnische Verhältnisse sind die Preise hier günstig, die Anlage ist eine Art Dorf in sich selbst und liegt gut an der zentralen Rakkavaarantie-Straße.
Deutlich tiefer in die Brieftasche greifen muss man für eine Nacht im Lainio-Eishotel. Die von der nordischen Mythologie und den Wikingern inspirierten Eisskulpturen lassen sich aber auch bei einem Tagesausflug besichtigen. Spätestens im Mai sind sie allerdings wieder Geschichte, weil weggeschmolzen. Ab November wird dann alles wieder neu aufgebaut.
Fans der gehobenen nordischen Küche kommen im Restaurant Utsu auf ihre Rechnung. Inhaberin Kristiina Kylmälahti begrüßt auf Deutsch mit Salzburger Einschlag: „Ich habe lange in Österreich gearbeitet und freue mich immer besonders auf Gäste von dort.“ Ihre Mitarbeiterin serviert inzwischen gebeizten Lachs mit Kaviar und auf Wunsch ein Glas Grünen Veltliner. Zum Dessert gibt es Moltebeeren-Parfait.
In Kristiinas Glasiglu-Unterkünften namens Golden Crown lassen sich die Polarlichter theoretisch rund um die Uhr gut beobachten.
Und falls die Erleuchtung auch dort nicht eintreten sollte, bleibt immer noch die Hoffnung auf den nächsten Tag im Frost. Überraschungen sind vorprogrammiert – am Rande der Arktis.
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