Ein schillernder Künstler des Phantastischen Realismus hat den Pinsel für immer zur Seite gelegt. Maler Klitsch aus Stiefern hatte einst sogar ein Flugrennen um die Welt bestritten!
Unser ,Wingman’ ist jetzt in den ewigen Osten geflogen“, trauern ehemalige Co-Piloten um den verstorbenen, tollkühnen Bezwinger der Lüfte! Den Ausgang nahm sein Abenteuer in den Wolken, als sich Peter Klitsch mit zwei Freunden eine einmotorige Turboprop mietete, um am ersten Wettfliegen um die Welt teilzunehmen. „Unsere Rennroute begann 1992 in Genua und führte über Finnland, Russland, Alaska, Kalifornien, Maryland, Grönland, Shannon in Irland bis nach Cannes“, erinnerte sich der sympathische Abenteurer später immer wieder. Doch das war nur eine Facette der schillernden Persönlichkeit des „Charles Lindbergh des Kamptals“.
Prominente Freunde und Unterstützer
Denn während seiner Wanderjahre auf festem Boden pflegte der Aviator Freundschaft zum großen Schriftsteller H. C. Artmann. Sein bester Freund war Helmut Leherb, der ebenfalls zu den Hauptvertretern der Wiener Schule des Phantastischen Realismus zählte. Auch Ernst Fuchs und Jean Cocteau gehörten zu seinem Bekanntenkreis.Unterstützt wurde Klitsch vom Kunstverein „Der Kreis“ des Arnulf Neuwirth.
Albertina widmete ihm eigene Ausstellung
In der Heimat war das Multitalent kaum zu halten. 1967 verschlug es ihn auf Einladung des berühmten Verhaltensforschers Irenäus Eibl von Eibesfeldt nach Indonesien. Anlässlich des 50. Geburtstags widmete ihm die Albertina in Wien eine Ausstellung zu seinem Gesamtwerk. Am 19. November hebt Klitsch am Friedhof in Hietzing zum letzten Flug ab.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.