Christoph Pelczar

Rapid-Pfarrer zieht nach Beschimpfungen Reißleine

Fußball National
05.11.2024 15:50

Mit Zweitligist Stripfing feierte Obmann Christoph Pelczar gegen Rapid letzten Mittwoch mit 2:1 eine Cup-Sensation. Unschöne Spruchbänder von Grün-Weiß gegen seine Person im Bundesliga-Hit bei Sturm zwangen den 49-Jährigen nun zum Rücktritt als Pfarrer in Hütteldorf. 

Der Fußball verbindet, löst positive sowie negative Emotionen aus. Geht´s dabei aber unter die Gürtellinie, ist der Spaß vorbei. Diese unschöne Erfahrung musste Rapids Pfarrer Christoph Pelczar erleben, beim letzten 1:1 im Bundesliga-Hit zwischen Sturm und Rapid gab´s aus dem grün-weißen Auswärtsblock entbehrliche Spruchbänder wie „Geh mit Gott, aber geh“ gegen den 49-Jährigen.

Pelczars Herz schlägt weiterhin für Grün-Weiß.
Pelczars Herz schlägt weiterhin für Grün-Weiß.(Bild: Mario Urbantschitsch)

Auslöser dafür war Rapids 1:2-Blamage im Cup-Achtelfinale auf der Hohen Warte gegen Zweitligist Stripfing, wo Pelczar als Obmann tätig ist. Nach der Sensation ließ Pelczar seiner Freude logischerweise freien Lauf, feierte mit Stripfing-Trainer und Ex-Austrianer Alexander Grünwald die Sternstunde. „Als ich die Spruchbänder im TV gesehen habe, traute ich meinen Augen nicht. Ich habe anscheinend zu viel gejubelt, bin jetzt der Sündenbock. Ich habe grüne DNA in mir und mich nie gegen Rapid, sondern einfach nur mit Stripfing gefreut. Emotional muss ich mich davon erst einmal erholen. Es ist sehr schwer, dafür Worte zu finden“, meint Pelczar zur „Krone“.

Weshalb Pelczar nun die Reißleine zog, sein Amt als Pfarrer in Hütteldorf zurücklegte. Bis 2012 war er fünf Jahre lang bei Rapid als Mentalcoach im Nachwuchs tätig, seit 2016 bis eben heute als Pfarrer. „Es waren 17 wunderschöne Jahre, Rapid wird immer mein Herzensverein bleiben. Mit Geschäftsführer Steffen Hofmann habe ich kurz besprochen, dass ich diesen Schritt machen muss, damit wieder Frieden einkehren kann. Ich bin für Rapid immer offen, will eine Rückkehr nicht ausschließen. Die nächste Zeit werde ich aber sicher nicht ins Stadion gehen.“

Nach 17 Jahren in Hütteldorf zog der 49-Jährige die Reißleine.
Nach 17 Jahren in Hütteldorf zog der 49-Jährige die Reißleine.(Bild: Christoph Pelczar)

„Die schönste Bestätigung“
Sein Abgang hinterlässt jedenfalls Spuren. „Ich habe zu vielen Spielern eine sehr enge Bindung aufgebaut. Ich erhielt zahlreiche Nachrichten, mein Handy explodierte. Das ist für mich die schönste Bestätigung!“

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