Warnsignal beachten

Beim Wandern: Vorsicht, wenn die Luft wegbleibt!

Jetzt zieht es wieder etliche Wanderer in die Berge. Wer dann unter Atemnot leidet, muss das als Warnzeichen ernst nehmen. Es können Lungenerkrankungen dahinter stecken, welche sich durch schleichend weniger Luft bemerkbar machen. Viele Menschen stellen das dann erstmals bei sportlichen Aktivitäten fest.

Sie bemerken die Atemnot schleichend. Spaziergänge strengen dann von einem Tag auf den anderen merklich an, die geliebten Wanderungen, die gerade im Oktober so schön sind, werden beschwerlich.

Lungenhochdruck kann dahinter stecken
Hier ist Vorsicht geboten, denn Atemnot, die sich über Jahre hindurch entwickelt und immer massiver wird, kann Alarmsignal für eine Vielzahl von Erkrankungen sein. Zu den infrage kommenden Lungenkrankheiten zählen Atemwegs- oder Lungengewebeleiden, aber langfristige Atemnot kann auch auf Erkrankungen der Lungengefäße wie Lungenhochdruck hinweisen. Neuesten Schätzungen zufolge liegt dieser bei mindestens ein Prozent der Bevölkerung vor.

Dieses Leiden ist oft mit einer bestehenden Herz- oder Lungenkrankheit verbunden, kann aber auch als Spätfolge einer Lungenembolie oder als eigene Erkrankung der Lungengefäße auftreten.

„Durch krankhafte Prozesse kann es zu Umbauten in der Wand der Lungengefäße kommen, mit der Folge, dass das Blut nicht mehr ungehindert fließen kann. Dadurch muss das Herz mehr arbeiten und der Blutdruck erhöht sich. Wenn der Blutdruck in den Lungenarterien dauerhaft erhöht ist, spricht man von Lungenhochdruck oder pulmonaler Hypertonie (PH). Dieser Zustand kann den rechten Teil des Herzens, der das Blut in die Lunge pumpt, schädigen und zu einem rechtsseitigen Herzversagen führen, das tödlich enden kann“, erklärte Ass.-Prof. Dr. Gabor Kovacs, PhD, stellvertretender Leiter der Klinischen Abteilung für Pneumologie, MedUni Graz, auf einer Pressekonferenz in Wien.

Es ist wichtig, die Krankheit, welche die Atemnot auslöst, früh zu identifizieren und entsprechend zu behandeln. So stehen heute etwa für Lungenhochdruck-Patienten, für die es vor 25 Jahren noch keine ursächliche Therapie gab, mittlerweile eine große Zahl von Medikamenten zur Verfügung.

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