Die laute Stimme Österreichs weckt die Bundespolitik im Nationalratswahlkampf auf. Sieben klare Forderungen gelten nun als die zentrale Richtschnur für die nächste Regierung.
So unspektakulär der Wahlkampf bisher verläuft, so spannend verspricht das Ergebnis – und so brisant die Zeit danach zu werden. Klar ist schon jetzt: Unabhängig davon, wer mit wem die nächste Regierung bilden wird – die Stimme Österreichs will und muss Gehör finden. Das zeigen die Hunderten Zuschriften und Reaktionen, die die „Krone“ im Zuge der Kampagne erreichten.
Das Ziel war, den Österreichern eine gewichtige Stimme zu geben, die ein Weckruf für die Politik sein soll. Die Grundlage dafür bildete eine Umfrage, die von Meinungsforscher Peter Hajek durchgeführt wurde – klare Ergebnisse lieferte und auch weitere politische Debatten entfachte.
„Wer unsere Regeln nicht befolgt, gehört strikt abgeschoben!“
Eine Botschaft, die über die Parteigrenzen hinweg viel Zuspruch erhielt. Durch Abschiebungen unserer Nachbarn aus Deutschland und nach Afghanistan sowie das vorausgegangene Attentat im deutschen Solingen wurde das Thema noch brisanter.
„Keine neuen Steuern!“
Ein Thema, das vor allem SPÖ-Chef Babler anheizte. Er fordert Vermögens-, Erbschafts- und höhere Körperschaftssteuern. Wir haben jedoch mehr ein Ausgaben- als ein Einnahmenproblem. Mit neuen Steuern lässt sich das nicht sanieren. Babler stieß zuletzt auch innerhalb der SPÖ auf Kritik.
„Alle Schulkinder brauchen gesundes und kostenloses Schulessen!“
Eine warme und vor allem aber auch gesunde Jause für die (Mittags-)Pause muss jedem Schul- und Kindergartenkind in Österreich zustehen.
„ORF ja – aber kleiner, sparsamer und kundennäher!“
Eindeutig ist auch der Wunsch der Österreicher nach einem sparsameren ORF. Die ohnehin rechtlich nötige Reform der ORF-Reform bietet eine Chance, diesen Wunsch zu berücksichtigen. Die Politik wird an ihren Taten gemessen werden.
„Bäume pflanzen, nicht Bürger!“
Österreichweit kämpften Einsatzkräfte bis zuletzt gegen ungeheure Wassermassen. Die Fluten zeigen, wie dringend unsere Böden vor dem Spekulanten-Zugriff geschützt werden müssen. Die „Krone“-Leser hatten hierzu bereits zuvor eine klare Meinung.
„Mein Leben muss wieder leistbar werden!“
Die Österreicher müssen für das Wohnen, aber auch den täglichen Einkauf immer mehr Geld „hinbuttern“. Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig forderte sogar ein eigenes Wohnbau-Ministerium. Fest steht, leistbares Wohnen und unsere Lebensmittel gehören gefördert.
„Winnetou muss Winnetou bleiben!“
Der Wokeness-Wahnsinn schafft Probleme und löst sie nicht. Auch ORF-Moderatoren sollten auf Wunsch der Bürger auf das oft unaussprechliche Gendern verzichten.
Es sind Botschaften wie diese, denen die 183 künftigen Nationalräte ihre Aufmerksamkeit widmen müssen. Die nächste Regierung ist gefordert. Sonst kommt der nächste Wahlkampf womöglich früher, als uns allen lieb ist ...
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