Die Aufsteirern-Absage stellt die renommierte Ivents-Agentur vor neue Situation. Wo die Trennlinie gezogen wurde und warum eine Verschiebung unmöglich gewesen wäre, erklärt Markus Lientscher im „Steirerkrone“-Interview.
„Krone“: Welches Gefühl begleitet Ivents bei der Absage?
Markus Lientscher: Wir bedauern es sehr, haben bis zum Schluss gehofft, dass wir das Aufsteirern umsetzen können. Wir sind ja sehr professionell aufgestellt, also in der Lage, von der Infrastruktur her viel auszuhalten. Aber es gibt eine Trennlinie zwischen motiviert und unvernünftig. Die wurde gezogen.
Welcher Grund war schlussendlich ausschlaggebend für die Entscheidung?
Das war mehrfach geschichtet, aber im Endeffekt wäre die sichere Durchführung nicht gewährleistet gewesen. Für die Menschen vor Ort und auch die Anreisenden. Man kann nicht raten, kommt mit dem Zug, wenn die ÖBB sagen, nach Möglichkeit nicht in den Zug steigen. Es war weniger der Regen, den hatten wir schon in den Vorjahren mal, wir hätten auf einigen Plätzen große Zelte gehabt, das war alles organisiert. Aber der Wind mit bis 100 km/h. . .
Wie wird man dem finanziellen Schaden begegnen, den viele ja durchaus in hohem Ausmaß haben?
Die Sicherheit der Besucher und Teilnehmer war das Wichtigste, der finanzielle Aspekt wird uns in den kommenden Tagen und sicher auch Wochen beschäftigen. Diese Form einer Totalabsage hatten wir ja noch nie, also gibt es auch keine Pauschalantworten. Wir haben ja schuldlos aus „höherer Gewalt“ abgesagt, also müssen wir das klären – individuell. Manche hatten ihre Leistung ja schon erbracht, etwa mit dem Aufstellen von Standeln, andere nicht, aber dafür eingekauft – es werden viele Gespräche folgen.
Auf sozialen Medien ist durchaus von Unverständnis zu lesen, dass man nicht „flexibel“ genug war, um das Aufsteirern einfach um eine Woche zu verschieben. . ?
Unmöglich. Es sind Tausende Leute involviert. Die Dimension ist viel zu groß, um spontan zu verschieben.
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