Ein bisserl verloren wirken die Wiener Kommissare Bibi Fellner und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) zwischen all dem „Beef“, auf den sie in der Rap-Szene treffen, nachdem der Musiker Ted Candy ermordet aufgefunden wird. Wie ist es da den Schauspielern ergangen? „Bibi“ Adele Neuhauser im „Krone“-Interview: „Es war absolutes Neuland für mich. Ich bin musikalisch ganz anders orientiert, aber sicher nicht verschlossen. Womit ich große Schwierigkeiten habe, ist der Gangster-Rap, der aus meiner Sicht so nicht mehr existieren sollte. Wir haben auch eine Traumsequenz gedreht, in der ich auch rappe. Das war lustig, anstrengend und eigenwillig. Es gab auch Bibi Fellner eine neue Farbe.“
Dafür genoss sie auch einen Crashkurs von Rapper Yugo, der im „Tatort: Deine Mutter“ (20.15 Uhr, ORF 2) auch das Opfer spielt: „Er war entzückend und respektvoll, ein feiner Mensch. Er hat einen Song für uns vorbereitet und hat mir ein Video geschickt, mit dem ich mich auf die Gestiken vorbereiten konnte.“ Waren Bedenken da, dass es zu gewagt sein könnte, diese spezielle Szene abbilden zu wollen? Neuhauser: „Gar nicht. Mit Mirjam Unger hatten wir eine sehr versierte Regisseurin, die sich in dem Bereich voll auskennt.“
„Deine Mutter“ ist tatsächlich vor allem Milieustudie geworden und geht voll und ganz in der Darstellung dieser Subkultur auf. Im Dickicht der vielen Verdächtigen wirkt die Auflösung schließlich recht unbefriedigend. Aber die Freude über die Rückkehr des „Tatort“ nach der längsten Sommerpause der Geschichte wird wohl bei den Zuschauern überwiegen.
Neuhauser über den anhaltenden Erfolg des Formats: „Es ist wirklich eine eigenartige Faszination, die er ausübt. Ich glaube, die Menschen schätzen die positive Routine und die Qualität. Auch, dass von allen Teams versucht wird, einen authentischen Spiegel der politischen Lage und gesellschaftlichen Stimmung zu liefern, macht es aus.“
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