Designer Adrian Newey hat sich nach seinem bevorstehenden Abschied von Red Bull in einem Podcast zu Wort gemeldet. Dabei sprach er vor allem über Max Verstappen. Vom Niederländer ist das „Superhirn“ der Formel 1 fasziniert. Allerdings werde Verstappen von Außenstehenden falsch verstanden, beklagt Newey.
„Ich glaube, Außenstehende verstehen Max nicht ganz. Ähnlich, wie es schon bei Sebastian Vettel der Fall war. Beide wurden manchmal irgendwie dämonisiert, und das ist sehr unfair“, zeigt sich Newey im Podcast „High Performance“ enttäuscht. Anteil daran hätten vor allem englische Medien: „Es gibt einen gewissen Trend, dass man Leute auf ein Podest hebt oder sie zu Boden drückt“.
Dabei sei Verstappen eine beeindruckende Persönlichkeit, stellt der Designer klar: „Es wirkt, als fahre er das Auto automatisch. So ist es natürlich nicht, aber er hat beim Fahren noch so viel mentalen Spielraum, dass er sich über das Fahren Gedanken machen kann. Und wenn er das nicht tut, kontaktiert er seinen Ingenieur per Funk und schildert die Probleme und fragt nach, was er tun soll.“
„Max ist nicht arrogant“
Eine Eigenschaft, die ihm auch seine zahlreichen Titel gesichert habe. Sicherlich hätten die WM-Titel das Ego des Niederländers wachsen lassen, aber: „Max ist enorm selbstsicher, aber auf positive Art und Weise, nicht negativ. Da gibt es einen Unterschied: Das eine ist Selbstsicherheit, das andere Arroganz. Max ist nicht arrogant, aber eben sehr selbstsicher und sehr selbstbewusst“, stellt der 65-Jährige klar.
Newey selbst wird künftig für den britischen Formel-1-Rennstall Aston Martin arbeiten, wie zuletzt bekannt wurde. Als Grund für seinen Abschied von Red Bull nannte der Engländer, er wolle sich „neuen Herausforderungen“ stellen. Allerdings wird darüber spekuliert, dass es innerhalb des Rennstalls seit geraumer Zeit brodelt und Newey genug vom Machtkampf hatte.
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