Mit Rainer Nöbauer-Kammerers „Agricultural Circles“ im obersteirischen Aich geht das mehrjährige Projekt „Offene Felder“ des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum (Kiör) in seine finale Phase. Präsentiert wird es am 6. September um 16 Uhr am „Hirzhof“ von Gerhard Schüttbacher.
Die Verbindung von Kunst und Landwirtschaft liegt dem Kiör-Projekt „Offene Felder“ seit seinen Anfängen im Jahr 2022 zugrunde – scheinbare Gegensätze trafen da aufeinander und sorgten in zwölf realisierten Arbeiten für Erkenntnisse auf beiden Seiten. In allen Fällen war es eine Kooperation auf Augenhöhe.
Als letztes Projekt ist nun „Agricultural Circles“ von Rainer Nöbauer-Kammerer fertig geworden. Der Land-Art-Installation sind intensive Recherchen vorausgegangen. „Was mich besonders an diesem Projekt gereizt hat, ist, dass es sich um ein ,Work in Progress‘ handelte, bei dem viele Faktoren zu berücksichtigen waren. Dazu gehören beispielsweise die Auflagen für Biobetriebe in Österreich und die Tatsache, dass die Arbeit stark wetterabhängig ist, was auch die Herausforderungen der Landwirtschaft widerspiegelt“, sagt Rainer Nöbauer-Kammerer über seine Arbeit, die sich aus drei überdimensionalen Farbkreisen zusammensetzt.
Aber keine Sorge, Chemie ist dabei nicht zum Einsatz gekommen. Vielmehr hat der Künstler gemeinsam mit dem Bio-Bauern Gerhard Schüttbacher natürliche Materialien aus der Region ausgekundschaftet und eingesetzt – schwarze Erdfarben, weißen Kalk und rotes Eisenoxid.
Die Witterung wird das Kunstwerk wieder verschwinden lassen
Das Ergebnis ist eine Installation, die sowohl die prachtvolle Natur dieser auf 1200 Metern Seehöhe liegenden Landwirtschaft betont, als auch den künstlerischen Aspekt hervorhebt. Sehen kann man das Kunstwerk schon aus der Ferne, allerdings wird die Witterung dafür sorgen, dass es eine temporäre Angelegenheit bleibt. Regen und Schnee spülen die Mineralien wieder ins Erdreich.
Die offizielle Eröffnung der Installation findet am 6. September um 16 Uhr am „Hirzhof“ in Aich statt – mit einem Gespräch zwischen der Leiterin des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum, Elisabeth Fiedler, dem Künstler und dem Bio-Bauern. Von Graz aus gibt es einen Gratis-Shuttlebus (Abfahrt: 13.15 Uhr, Hauptbahnhof, Rückkunft 22 Uhr), Anmeldungen unter: kioer@museum-joanneum.at oder 0699/1855-1000 bis 5. September, 12 Uhr.
Ab 5. Dezember wartet dann eine Ausstellung, die alle „Offenen Felder“-Projekte zusammenfasst, in der Grazer Neuen Galerie.
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