Red Bull Salzburg trifft am Mittwoch (21 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) im Champions-League-Play-off auf Dynamo Kiew. Ein Hinspiel in der Fremde als Vorteil, zumal die Ukrainer ausweichen müssen.
Eine Hürde gilt es für Salzburg noch zu nehmen, um sich zum sechsten Mal en suite für die Champions League zu qualifizieren. Mit Dynamo Kiew wartet ein Verein mit großer Geschichte und Tradition auf die Mannschaft von Pep Lijnders. Es ist aber auch ein Verein ohne Heimat.
Aufgrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine trägt der nationale Rekordmeister (16 Titel, dazu 13-facher sowjetischer Champion) seine Heimbegegnungen im benachbarten Polen aus, konkret in der 340.000-Einwohner-Stadt Lublin. Dort leben zwar viele (geflüchtete) Ukrainer, wirklich daheim fühlen sie sich aber nicht. Genau dieser tragische Aspekt könnte zum entscheidenden Punkt für die Mozartstädter werden, wenn’s darum geht, den letzten Schritt in Richtung Königsklasse zu nehmen.
„Es ist auf jeden Fall ein Vorteil für uns“, meint Durchstarter Adam Daghim angesprochen auf das Auswärtsduell am Mittwoch. „Es ist das Play-off, da gibt es keine leichten Gegner“, ist Klubboss Stephan Reiter überzeugt und zugleich nicht unglücklich darüber, dass Dynamo die Rangers aus Glasgow in der Quali eliminieren konnten. „Was die Kulisse betrifft, ist es gegen Kiew sicher anders“, weiß Reiter. Das Wichtigste sei aber, „dass wir das Rückspiel zu Hause haben“.
Keinen Fokus auf die Kulisse scheint Aleksa Terzic zu richten. „Dynamo ist ein gutes Team“, parlierte der Serbe, „wir fokussieren uns aber nur auf uns selbst. Wir müssen so weitermachen wie zuletzt, alles geben und uns weiter pushen.“ Sein Verteidigerkollege Kamil Piatkowski sieht das ganz ähnlich. „Wir müssen unseren Stil durchziehen und denken nur daran, wie wir das Spiel gewinnen.“ Für den 24-Jährigen ist das Gastspiel in Lublin tatsächlich eine Art Heimspiel. Der Pole wuchs nicht allzu weit vom Spielort entfernt auf und erwartet Unterstützung von Freunden und seiner Familie. Senkrechtstarter Moussa Yeo, der in drei Pflichtspielen en suite netzte, will mit den Bullen „eine gute Ausgangsposition erreichen“.
„Muss man sich verdienen“
Zugleich warnt er: „Dynamo hat sich gegen die favorisierten Rangers durchgesetzt. Wir müssen gegen eine sehr clevere Mannschaft antreten.“ Die Hürde Dynamo ist für Salzburg keine einfache, aber machbar. Und wie sagt doch Coach Lijnders immer so schön: „Die Teilnahme an der Champions League muss man sich verdienen!“
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