Google warnt:

Iranische Hacker haben US-Wahlkampfteams im Visier

Web
15.08.2024 13:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Hackergruppe soll versucht haben, sich Zugang zu E-Mail-Konten von Wahlkampfmitarbeitern der US-Demokraten und des republikanischen Kandidaten Donald Trump zu verschaffen. Dies geht aus einem Bericht des US-Unternehmens Google hervor.

Die Hackergruppe, die unter dem Namen „APT42“ bekannt ist, soll sich im Mai und Juni die persönlichen E-Mails von etwa einem Dutzend hochrangiger Mitarbeiter aus dem demokratischen und republikanischen Wahlkampflager vorgenommen haben. Damals war US-Präsident Joe Biden noch der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Demokraten, nach seinem Rückzug tritt nun Vizepräsidentin Kamala Harris gegen Trump an.

APT42 sei es gelungen, auf das persönliche Google-Mail-Konto eines hochrangigen politischen Beraters zuzugreifen, teilte das Unternehmen in einem Bericht der Threat Analysis Group mit. Den Angaben zufolge untersuchen die Spezialisten Hackerangriffe staatlicher Akteure aus dem Ausland.

Auch Israel im Visier
In den vergangenen sechs Monaten galten demnach etwa 60 Prozent der versuchten Angriffe von APT42 Zielen in den USA und Israel, wie es in dem Bericht heißt. Seit Anfang Mai habe es vermehrt Cyberattacken auf Nutzer mit Verbindungen zum israelischen Militär- und Verteidigungssektor sowie zu Diplomaten, Akademikern und NGOs in Israel gegeben. Unter anderem sollen sich die Hacker als Mitarbeiter einer bekannten US-amerikanischen Denkfabrik ausgegeben haben.

APT steht für Advanced Persistent Threat (Fortgeschrittene anhaltende Bedrohung). So bezeichnen Sicherheitsbehörden von autoritären Staaten gesteuerte Gruppen, die mit der systematischen Ausführung von Cyber-Attacken beauftragt sind.

Seit dem vergangenen Wochenende gibt es vermehrt Hinweise darauf, dass ausländische Akteure mit Hackerangriffen versuchen, den US-Wahlkampf zu beeinflussen. Am Mittwoch hatte Harris‘ Wahlkampfteam der dpa bestätigt, Ziel eines ausländischen Cyberangriffs geworden zu sein. Zuvor hatte das FBI mitgeteilt, wegen eines möglichen Hackerzugriffs auf interne Kommunikation von Trumps Wahlkampfteams zu ermitteln

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