Trotz neuer Schutzwände an S 33 leidet der Norden St. Pöltens weiter unter Verkehrslärm. Eine Initiative fordert nun Nachbesserungen. Andernfalls will man in die Offensive gehen!
Rund 1000 Laufmeter waren es, um die der Lärmschutz entlang der S…33 bis in die Mitte des St. Pöltner Stadtteils Ratzersdorf verlängert wurde. Doch wie die lärmgeplagten Bewohner im Norden der Stadt nun knapp zwei Jahre nach der Fertigstellung leidvoll feststellen müssen: Die 1000 Meter sind zu kurz!
Viele Häuser weiter ungeschützt
Viele Häuser in Ratzersdorf und im nördlich davon gelegenen Stadtteil Pottenbrunn seien nach wie vor ungeschützt steigenden Emissionen ausgesetzt. Weil die Kritik auch im Rathaus angekommen ist, bekommen die Bewohner Unterstützung von den teils auch vor Ort wohnhaften SPÖ-Politiker Nationalrat Robert Laimer, Vizebürgermeister Harald Ludwig und Gemeinderat Jürgen Kremsner, welche die Initiative „Lärmschutz auch für uns“ ins Leben gerufen haben.
Hier geht es um die Gesundheit der Anrainer und die Lebensqualität für die beiden vom Lärm betroffenen Stadtteile.
Gemeinderat Jürgen Kremsner
Sie fordern die ASFINAG auf, aktiv zu werden. Konkret drängen sie auf neue Lärmmessungen, die den reduzierten Grenzwert der EU als Grundlage haben. Bleiben positive Rückmeldungen aus, kündigt die Initiative Unterschriftenaktionen, Petitionen im Parlament und direkte Interventionen an.
„Kein Handlungsbedarf“
Darauf können sie sich wohl schon einmal vorbereiten: Laut ASFINAG halte man sich einzig an die Vorgaben des Verkehrsministeriums, die im Rahmen der „Dienstanweisung Lärmschutz“ inklusiver aktueller Grenzwerte für Lärm festgehalten seien. Und laut denen gebe es für beide Stadtteile keinen Handlungsbedarf.
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