Gewalt und Waffen haben in der amerikanischen Gesellschaft eine ganz andere Bedeutung als bei uns in Europa. Der Vater des Trump-Attentäters hatte die halb automatische Waffe, mit der dieser auf den Ex-Präsidenten geschossen hat, ganz legal erworben. Es handelt es sich bei dem Gewehr um eine nur leicht entschärfte Waffe für das Militär, dem bloß die Dauerschussfunktion fehlt.
Der für uns so unverständliche Zugang zum Thema Waffen und Waffengewalt ist vermutlich den Erfahrungen aus der Zeit des „Wilden Westens“, als jeder Mann, jede Familie auf sich alleine gestellt war, sich selbst schützen musste, geschuldet. Und so ist das Recht auf Waffenbesitz in der Verfassung verankert.
Einerseits sagt das etwas aus über die Gesellschaft und ihre Normen. Andererseits machen der weitverbreitete Waffenbesitz und die damit einhergehende Gewalt auch etwas mit ebendieser Gesellschaft. Jedes „mass shooting“ radikalisiert viele Amerikaner noch weiter – über alle Parteigrenzen hinweg. Ganz zu schweigen von den Auswirkungen des Attentates auf Donald Trump.
Laut einer neuen Untersuchung der University of Chicago halten 10% der Erwachsenen Gewalt für ein mögliches Mittel, die Rückkehr Trumps an die Macht zu verhindern – das sind 26 Millionen Menschen. Erstmals ist der Anteil der Amerikaner, die Gewalt zur Unterstützung Trumps begrüßen, mit 6,9% niedriger. Aber auch das sind 18 Millionen Menschen.
Erschreckende Zahlen!
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