Auch wenn „rinnende Nase“ und „juckende Augen“ oft harmlos klingen: Patientinnen und Patienten mit einer Allergie, zum Beispiel gegen Pollen, haben oft eine stark eingeschränkte Lebensqualität. Dr. Christian Maté, Arzt für Allgemeinmedizin, hat hier und auf KroneMED alle Informationen und Anlaufstellen für geplagte Allergiker für Sie parat.
Allergien können viele verschiedene Symptome hervorrufen. Zu den häufigsten Beschwerden gehören eine rinnende oder verstopfte Nase, juckende oder tränende Augen, Niesattacken, Husten und Atembeschwerden. Weitere typische Anzeichen sind geschwollene Augen, Kopfschmerzen und ein allgemeines Gefühl von Erschöpfung. Allergien können saisonal auftreten, etwa bei Pollenallergien im Frühling, oder ganzjährig bestehen, wie bei Hausstauballergien. Auslöser für Allergien können vielfältiger Natur sein. So können bestimmte Pollen, Katzenhaare, Hausstaubmilben, Schimmel oder Latex häufig Allergien auslösen.
Wann sollte ich mit Allergien zum Arzt?
Die Diagnose einer allergischen Rhinitis kann Ihr Hausarzt meist auf Basis der typischen Beschwerden, der Umstände ihres Auftretens und einer körperlichen Untersuchung stellen. Bei der Untersuchung wird er Ihnen dazu unter anderem mit dem sogenannten Otoskop in den vorderen Teil der Nasenhöhle sowie in die Ohren schauen und auch Ihre Augen genau inspizieren. Wenn es aufgrund Ihrer Schilderungen eindeutige Hinweise auf ein bestimmtes Allergen, also eine auslösende Substanz, z. B. bestimmte Pollen, gibt, kann Ihr Hausarzt Ihnen Tipps zur Allergenvermeidung geben. Zur Linderung Ihrer Beschwerden kann er Ihnen auch Medikamente verschreiben. Es gibt gut wirksame Nasensprays und Tabletten gegen diese Form der Allergie. Unter Umständen wird Sie Ihr Arzt zur Austestung in ein Allergieambulatorium schicken.
Das Gesundheitstelefon 1450 steht bei gesundheitlichen Fragen, auch in der Nacht und am Wochenende, zur Verfügung. Informationen zu häufigen Gesundheitsthemen in der Hausarztpraxis finden Sie außerdem auf kronemed.at. Im Internet bietet das Gesundheitsportal unter www.gesundheit.gv.at ein umfassendes Info-Angebot.
So wird Allergikern geholfen
In einem Allergieambulatorium kann getestet werden, ob eine Allergie gegen bestimmte Substanzen besteht. Die Standardmethode zur Austestung ist der sogenannte Prick-Test. Dabei wird auf der Unterarm Innenseite ein Tropfen mit der Testlösung aufgetragen und anschließend durch den Tropfen die Haut mit einer kleinen Lanzette etwas angeritzt. Keine Sorge, das erfolgt ganz oberflächlich und tut üblicherweise nicht weh. Das Ganze wird für jedes infrage kommende Allergen gemacht. Nach 20 Minuten wird geprüft, ob es an einer oder mehrerer Stellen zu einer Hautrötung gekommen ist.
Vor allem bei Patienten mit anhaltenden oder schweren Symptomen trotz Behandlung oder bei zusätzlichen Erkrankungen der Atemwege wird Ihr Hausarzt einen Allergologen einbeziehen. Allergologen sind Fachärzte, meist aus den Gebieten Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Dermatologie, Lungenheilkunde und Kinderheilkunde, die eine zusätzliche Spezialisierung für diesen Bereich haben. Sie können in einem Allergieambulatorium, aber auch in einer Facharztpraxis tätig sein. Auch eine ursächlich wirkende Allergen-Immuntherapie wird von einem Allergologen, meist in einem Allergieambulatorium, gestartet. Dies ist die einzige Behandlung, die an der Ursache ansetzt.
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