Als erste Salzburgerin seit 25 Jahren fuhr Sylvia Steiner erneut zu den olympischen Sommerspielen. Erster Teil ging für Schützin schief, sie scheiterte bereits in der Qualifikation. Der zweite Einsatz folgt unter der Woche.
Bevor die Pandemie auch die Sommerspiele in Tokio um ein Jahr verschob, hatte Pistolenschützin Sylvia Steiner von der Schützengilde Bischofshofen bereits Historisches vor Augen. Als erste Salzburgerin seit Judith Wiesner 1996 sprang sie auf den Olympiazug auf. Ihr Start dort wäre der exakt 100. Einsatz aus Salzburger Sicht bei Sommerspielen gewesen.
Meine Position in der Weltrangliste hat mir keinen Druck gemacht. Daher ist es umso frustrierender, dass so ein schlechtes Ergebnis herausgekommen ist
Sylvia Steiner
2021 änderte sich der Zeitplan, war die nun 42-Jährige (10m-Luftpistolen-15., Rang 29 mit der 25m-Pistole) unzufrieden. Umso befriedigender, dass die St. Johannerin wie einst auch Wiesner heuer erneut auf den Olympia-Zug aufsprang. In Frankreich, wo die Bewerbe 270 km südlich von Paris in Châteauroux steigen, ging Teil eins in die Hose. Nach Platz 27 in der Luftpistolen-Quali schnaubte Steiner: „Meine Position in der Weltrangliste hat mir keinen Druck gemacht. Daher ist es umso frustrierender, dass so ein schlechtes Ergebnis herausgekommen ist.“
Doch unterkriegen lässt sich die Sportsoldatin, die schon als Juniorin international aufzeigte und von 2003 bis ’08 pausierte, nie. In der Modeschule galt sie als „Wilde“, erfuhr kaum Unterstützung. Heute ist die zweifache Weltmeisterin eine der besten Salzburger Olympiateilnehmerinnen aller Zeiten. Nächste Chance noch besser zu werden: Am Freitag tritt sie mit der 25m-Pistole an. Das Ziel ist klar: „Ich will ins Finale!“
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