Bilanz der steirischen Tierschutzombudsfrau Karoline Schlögl: Ihr Kampf gegen Vermehrer, die kranke Welpen produzieren, und wie sie sich vor Aggression schützt.
Seit 1. November ist Karoline Schlögl als steirische Tierschutzombudsfrau im Amt. Und obwohl sie sich keine Illusionen zum Job gemacht hat – sie war ja schon davor im Büro ihrer Vorgängerin Barbara Fiala-Köck -, kommt manches doch als Überraschung. Oft keine gute, „die Leute sind vielfach aggressiver geworden“, erzählt sie. Sie musste sich dagegen abschirmen, „Alles, was nicht fachlich ist, wird ausgeblendet“.
Ihre Fälle belasten sie ohnehin genug. So wie jener, als eine Frau ihrem Schäfermix einen Pfeil mit dem Sportbogen in den Körper jagte, ihm das Herz rausschnitt, „weil es Stimmen so befohlen haben“. Oder jener, als ein Cockerspaniel trotz seiner Vorgeschichte übernommen wurde, mit klarer Anleitung, wie das nicht unproblematische Tier zu behandeln sei. Trotzdem wurde dagegen agiert, der Hund zwickte. Und wurde zwei Tage nach der Übernahme aus dem Tierheim eingeschläfert. „Er hatte nicht den Funken einer Chance auf ein gutes Leben.“ Schicksale wie diese lässt Schlögl nicht hinter der Bürotür zurück.
Wenn der Hahn zu laut kräht
239 Fälle wurden im Vorjahr an ihre Stelle gerichtet, Hauptgrund waren Lärmbelästigung, meist durch Hund oder Hahn. Dann schlechte Haltung, gefolgt von der Streunerkatzenthematik.
Was Schlögl auch sehr am Herzen liegt: der Kampf gegen Vermehrer, vor allem kranker Hunde. Und dass schon Kindern der richtige Umgang mit dem Tier gelehrt wird. Und die Liebe zu ihm!
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