Bahnhof und Innenstadt werden zunehmend als Problemzonen – die „Einsatzgruppe Jugendkriminalität“ könnte schon demnächst einen Marschbefehl nach Wiener Neustadt bekommen.
Wiener Neustadt darf nicht zum Reumannplatz werden! Unter diesem Motto hatte sich ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger jüngst in einem Brief an Innenminister Gerhard Karner gewandt. Er ersuchte um Unterstützung, da die Sicherheitslage in der zweitgrößten Stadt Niederösterreichs offenbar erneut angespannt ist. Vor allem Bahnhof und Innenstadt seien Problemzonen, weil Jugend-Cliquen immer öfter Passanten anpöbeln.
Prüfen, planen, durchführen
Karners Antwort an den Parteifreund kam prompt. Er verwies in einem Schreiben an Schneeberger auf die „Einsatzgruppe Jugendkriminalität“, die regelmäßig Schwerpunktaktionen an Brennpunkten durchführt. Der Minister hat diese Einheit beauftragt, selbiges auch für Wiener Neustadt „zu prüfen, zu planen und durchzuführen“. Zudem sagte Karner zu, sich gemeinsam mit dem Stadtchef und Fachleuten ein Bild direkt vor Ort zu machen.
Mein größtes Interesse ist es, rechtzeitig und präventiv zur Steigerung des Sicherheitsgefühls und zur Bekämpfung der Jugendkriminnalität beizutragen.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP)
Bild: APA/GEORG HOCHMUTH
Petition für Wachzimmer
Die SPÖ bleibt unterdessen bei ihrer Forderung, das einst unter dem damaligen ÖVP-Innenminister Ernst Strasser geschlossene Polizei-Wachzimmer am Bahnhof müsse wieder eröffnet werden. Vizebürgermeister Rainer Spenger hat dafür eine Petition im Internet gestartet.
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