„Krone“-Kommentar

Das nächste Ziel ist die Hisbollah

Kolumnen
20.06.2024 20:00

Die Geschichte wiederholt sich: Aus (Süd-)Libanon war Israel im Jahr 2000 abgezogen, aus Gaza 2005. Nun kündigt sich auch im Libanon die Rückkehr Israels an. Das entbehrt nicht einer gewissen Logik, wenn Israel nach der Bedrohung aus dem Süden (Raketenfeuer aus Gaza) auch die Bedrohung aus dem Norden (Raketenfeuer der Hisbollah) ausschalten will.

Durch den Gazakrieg ist die Eskalation an der libanesischen Grenze viel zu wenig beachtet worden. Wegen des fast täglichen Raketenterrors mussten 80.000 Israelis von der Nordgrenze evakuiert werden. Zivile Ziele sind zerstört, Opfer zu verzeichnen.

Allerdings: Israelische Generalstäbler haben immer erklärt, dass ein Krieg gegen die Hisbollah mit viel mehr Risiken verbunden wäre als jener gegen die Hamas. Bis zu 150.000 teils schwere Raketen aus dem Iran sind dort auf Israel gerichtet. Christliche Dörfer im Südlibanon dienen der Hisbollah als Schutzschilde gegen einen israelischen Militärschlag.

Israel hatte 1982 in den libanesischen Bürgerkrieg eingegriffen und war bis nach Beirut vorgestoßen, um die PLO des Jassir Arafat aus dem Land zu vertreiben. Aus dem Bürgerkrieg war die schiitische Hisbollah auch politisch als der Gewinner hervorgegangen. Die Dominanz der Christen war gebrochen.

Schritt für Schritt hatte sich Israel schließlich aus seinen „Sicherheitszonen“ im Südlibanon zurückgezogen. Die schiitische Hisbollah rückte nach.

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