Schwere Vorwürfe gegen einen Bauern (46) im Tiroler Ötztal: Der Mann soll eine Vielzahl von Tieren unter erbärmlichen Umständen gehalten und dadurch gequält haben. Der Amtstierarzt (53) soll weggeschaut haben. Nun kam es zum Prozess.
„Ich war überfordert und mir ging es psychisch schlecht“, betonte der Tiroler Bauer in Innsbruck vor Gericht. Im Jänner 2023 wurde ihm – angeblich nach jahrelangen Missständen – sein gesamter Viehbestand (Rinder, Yaks, Schweine, Schafe, Ziegen) abgenommen. Die Zustände in seinem Stall waren zumindest laut Fotos schockierend.
Anzeigen vom Großcousin
„Nachdem mein Großcousin mich mit Anzeigen eingedeckt hat und mich damit vernichten wollte, musste ich in die Psychiatrie“, erklärte der Angeklagte. Daher sei wohl manche Vernachlässigung passiert. „Den Tieren ging es aber gut“, so der Bauer.
Psychiatrisches Gutachten wird eingeholt
Sein Verteidiger stellte eine mögliche Unzurechnungsfähigkeit seines Mandanten im Tatzeitraum in den Raum und forderte die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens ein. Das Verfahren gegen den Tiroler Landwirt wurde daher auf unbestimmte Zeit vertagt.
„Keine Beitragstäterschaft“ bei Amtstierarzt
Der Amtstierarzt, der laut Anklage die Abnahme der Tiere zu spät veranlasst haben soll, wurde hingegen freigesprochen. „Es gab keine Beitragstäterschaft“, argumentierte der Richter das Urteil.
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