CO₂-Fußabdruck senken!

Nachhaltig zu essen ist gar nicht so schwer

Gesund
15.06.2024 14:00

Ist es überhaupt möglich, durch die Auswahl der Lebensmittel im Supermarkt CO₂ einzusparen? Wie muss ich mein Ernährungsverhalten ändern, um Umweltschutz auf dem Teller zu betreiben? Ein Experte erklärt, worauf man achten muss und wie am besten CO₂ eingespart werden kann.

Die Zukunft sieht nicht rosig aus, wenn wir unser Essverhalten nicht grundlegend verändern. Erkrankungen, die durch Übergewicht entstehen, werden in den nächsten 30 Jahren weltweit 90 Millionen Todesfälle verursachen und die Lebenserwartung um drei Jahre verkürzen! Auch das Klima ist gefährdet.

Hülsenfrüchte als Eiweißspender
Derzeit essen Herr und Frau Österreicher viel zu viele tierische und/oder verarbeitete Lebensmittel, konsumieren große Mengen an gesüßten Getränken, Salz und schädlichen tierischen Fetten. Maximal 35 g Fleisch und Fleischprodukte sollten pro Tag gegessen werden. Stattdessen gilt es, mehr bei Obst, Gemüse und Nüssen zuzugreifen. Den Eiweißbedarf idealerweise mit heimischen Fischen, mageren Milchprodukten und Hülsenfrüchten decken sowie mageres, weißes Fleisch bevorzugen.

Mehr pflanzliche Kost auf den Teller
 „Die Lebensmittelproduktion gilt als einer der Haupttreiber für den Klimawandel. Wasserverbrauch und CO₂-Ausstoß müssten deutlich reduziert werden, um dem entgegenzuwirken“, betonte Dr. Lorenz Bodner, Turnusarzt am KH Göttlicher Heiland Wien, anlässlich des derzeit stattfindenden Apothekerkongresses  in Pörtschach (Ktn). „Bei der Produktion von tierischen Lebensmitteln sieht die CO₂-Bilanz besonders schlecht aus. Um ein Kilogramm Fleisch herzustellen, sind 6 bis 16 kg Futtermittel nötig, und hier vor allem Soja.“

Besser für Geschmack und Klima
Lebensmittel aus regionaler Herkunft und entsprechend der Jahreszeit sollten bevorzugt werden. Frische, saisonale Lebensmittel aus der Region haben kurze Transportwege. Dies schützt die Umwelt und trägt zu einer nachhaltigen Ernährung bei. Zudem sind sie auch nährstoffreicher und geschmackvoller.

Dr. Bodner: „Europäisches Obst und Gemüse aus saisonaler Ernte hat fast immer eine gute CO₂-Bilanz. Saisonal schlägt regional. Am besten wäre natürlich beides. Hilfreich ist hier ein Saisonkalender. Unverarbeitete Lebensmittel sind dabei deutlich klimagünstiger als verarbeitete.“

Es geht in die richtige Richtung
Es zeigt sich aber bereits ein positiver Trend: Bei der Generation der 15- bis 29-Jährigen sind 13 % Veganer oder Vegetarier, 26 % Flexitarier (flexible Vegetarier, die ihren Fleischkonsum bewusst einschränken und möglichst wenig, nur selten oder nur bestimmte Qualitäten von Fleisch essen). 44 % der Omnivoren (Allesesser-Mischkost) wollen Fleisch reduzieren. 

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