Die Arbeiten an der Salzburger 380kV-Stromleitung gehen in die Endphase. Schon im kommenden Jahr soll das Mammut-Projekt abgeschlossen sein. Jetzt rückte die Berufsfeuerwehr aus – zu Übungszwecken. . .
„Alles wackelt, man kann sich nicht wirklich sichern. Es ist absolut ungewohnt.“ Selbst für Andreas Rosenlechner ist dieser Einsatz etwas ganz Neues. Der erfahrene Höhenretter der Berufsfeuerwehr probt derzeit mit seinen Kameraden in Elsbethen-Höhenwald den Ernstfall. Die Mannen klettern auf die Masten der neu errichteten 380kV-Leitung, hanteln sich in schwindelerregender Höhe die Seile entlang. Denn: In der Stromleitung hat sich ein Paragleiter verfangen!
Dieses Szenario ist freilich rein fiktiv. „Es ist eher unwahrscheinlich, dass so etwas passiert – aber eben nicht ausgeschlossen. Wir müssen vorbereitet sein“, sagt Branddirektor Reinhold Ortler. Man sei dabei stets in enger Abstimmung mit dem 380kV-Betreiber Austrian Power Grid (APG). „Im Notfall muss die APG Spannungsfreiheit der Leitungen sicherstellen. Erst dann können unsere Höhenretter auf die Masten“, betont Ortler.
Strom soll dann ab Mitte 2025 durch die Leitungen fließen. Nach knapp einem Vierteljahrhundert samt Planung, Protesten und Einsprüchen geht das Großprojekt ins Finale. „Wir sind im Zeitplan“, sagt APG-Sprecher Fritz Wöber.
Fast alle der 449 Masten seien fertig. „Die Leitung ist essenziell für die Energiewende. Der Ausbau von erneuerbaren Energien schreitet voran. Es wird immer wichtiger, dass man den überschüssigen Strom schnell zu den Pumpspeicherkraftwerken bringt.“
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