Di, 21. August 2018

Drahtesel-Rekord

01.10.2012 15:44

Italiener lassen Auto stehen und fahren mit Fahrrad

Revolution im autobegeisterten Italien: Die Wirtschaftskrise und hohe Treibstoffpreise machen Fahrräder zunehmend attraktiver als Pkws. 2011 wurden in Italien 1,750 Millionen Zweiräder verkauft, während die Zahl der zugelassenen Autos mit 1,748 Millionen auf ein Rekordtief wie in den 1960er-Jahren gesunken ist.

Seit dem Zweiten Weltkrieg seien nicht mehr so viele Räder verkauft worden, berichtete die Tageszeitung "La Repubblica" am Montag. Der Trend setzt sich auch im laufenden Jahr fort. Im südeuropäischen Land, in dem fast 700 Autos pro 1.000 Einwohner unterwegs waren, kommt der Rad-Boom einer Revolution gleich. Die Zahl der verkauften Fahrräder in Italien hat in den vergangenen Jahren sukzessive zugenommen.

E-Bikes und alte Räder in "neuem Gewand" sehr beliebt
Nach Angaben des Verbands der Zweirad-Industrie belief sich der Fahrradbestand in Italien 2011 auf 25 Millionen Stück. Den neuesten Trend in der Fahrradindustrie stellen Räder mit elektrischem Antrieb dar. Der Absatz von E-Bikes ist stark wachsend, aber auch alte Räder in neuem "Gewand" sind immer häufiger auf den Straßen anzutreffen. Der Umsatz der Fahrradindustrie beträgt eine Milliarde Euro. Dem Rad-Boom steht aber ein Mangel an ausgebauten Radwegen entgegen. Lediglich 4.000 Kilometer stehen den Radlern zur Verfügung. Daher soll die Errichtung von Fahrradstraßen künftig von Städten und Gemeinden stärker gefördert werden.

Spekulationen um Fiats Rückzug aus Italien
Die Autoindustrie wiederum befindet sich in einer beispiellosen Krise. Der Markt ist auf ein Niveau wie in den 1960er-Jahren gestürzt. Experten rechnen damit, dass dieses Jahr lediglich 1,6 Millionen Autos verkauft werden. Angesichts der Misere hatte Sergio Marchionne, Konzernchef des italienischen Autoherstellers Fiat, vor Wochen angekündigt, den Investitionsplan seines Unternehmens, der bis 2014 bereits festgelegt worden war, zu überdenken. Schon machte sich innerhalb der italienischen Regierung und der EU die Sorge breit, Fiat könnte wichtige Standorte in Italien schließen und damit die Krise weiter vertiefen. Bei einem kürzlich stattgefundenen Treffen zwischen Marchionne und Regierungschef Mario Monti versicherte der Fiat-Chef jedoch, das Land nicht verlassen zu wollen und auch in neue Modelle für den außereuropäischen Markt zu investieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Anklage fallengelassen
Hillsborough-Katastrophe: Polizist entlastet!
Fußball International
Die „Krone“ vor Ort
Gruselig! Nur Polizei bei Salzburgs Geister-Hit
Fußball International
Kein Platz in Madrid
Real-Youngster Ödegaard geht zu Vitesse Arnheim!
Fußball International
Champions League
LIVE: Red Bull Salzburg muss gegen Roter Stern ran
Fußball National
Aus und vorbei
Thomas Doll nicht mehr Trainer von Ferencvaros
Fußball International
Franz Lederer gefeuert
Robert Almer neuer Sportdirektor bei Mattersburg!
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.