Diesmal spielt der Wettergott mit! Der Bergrallye in Lödersdorf hatten nasskalte Temperaturen und Regen vor zwei Wochen noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Sonntag starten aber bei über 100 Rennwagen die Motoren – das lässt Veranstalter Karl-Heinz Binder strahlen.
Einfach einmal eine Bergrallye um zwei Wochen verschieben? Klingt einfach, ist es aber nicht. „Das war ein Riesenaufwand, alle Behördengänge noch einmal erledigen, alles neu zu plakatieren“, schnauft Karl-Heinz Binder vom MSC Lödersdorf durch. Seit 1982 (!) wird bereits in Lödersdorf gefahren, seit 30 Jahren ist Binder Veranstalter. Aus Leidenschaft. „Du brauchst gute Nerven, Glück mit dem Wetter. Wenn alles nass ist, ist‘s eine Katastrophe. Auch die Kosten steigen von Jahr zu Jahr immens.“
Am Samstag (ab 20 Uhr gibt‘s die Fahrerlagerparty) und Sonntag hofft er, beim 30-jährigen Jubiläum etwas zurückzubekommen. „Ich könnte dir jetzt jedes einzelne Rennen in den 30 Jahren als Highlight aufzählen. Lödersdorf ist perfekt. Vor allem für die Fans, die Strecke ist fast komplett einsichtig, jeder Anrainer will Karten haben.“ Bis zu 5000 Fans könnten es gesamt werden.
„Hätte ich nicht einladen dürfen“
Die sehen am Köberlberg natürlich einen heißen Kampf um jede Hundertstel am Asphalt. Auch in der großen Klasse, in der Binder, 2019 Cupsieger, mit seinem Ford Sierra am Start steht. „Es kommt ja auch Karl Schagerl – vielleicht hätte ich den nicht einladen sollen, der fährt ja in einer eigenen Galaxie“, lacht Binder ob der Dominanz des Oberösterreichers im VW Rallye Golf. Ein Heimsieg Binders – bis dato noch nicht passiert – rückte damit in weitere Ferne. „Aber“, so der hauptberufliche LKW-Fahrer, „wir fahren ja hauptsächlich für die Zuschauer.“
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