Die 49-jährige gebürtige Deutsche Karin van S. war 2004 in die Wohnanlage in der Josef-Schwarz-Straße in Wien-Margareten eingezogen. Nachbarin Gerlinde V. gegenüber der "Krone": "Sie war groß und fesch und immer super gekleidet. Sie wirkte aber nicht glücklich und hat sehr zurückgezogen gelebt."
Kaum Kontakt zu anderen Bewohnern
Auch andere Bewohner erinnerten sich jetzt an die Deutsche, die nach der Scheidung von einem Holländer allein in einer Wohnung im dritten Stock wohnte. Sie hatte kaum Kontakt zu den anderen Bewohnern. "Ich sah sie vielleicht zweimal im Jahr im Hof sitzen. Sie war immer freundlich und nett", so ein Wohnungsbesitzer.
"Wir dachten, sie wäre zu ihrem Freund gezogen"
Als sie einen Mann kennenlernte, erzählte sie, dass sie ausziehen wird. Das war der Grund dafür, weshalb sich keiner der Bewohner von Stiege 3 Sorgen machte, als die 49-Jährige nicht mehr gesehen wurde. Eine dreifache Mutter, die ein Lebensmittelgeschäft besitzt: "Es ist schrecklich, dass niemand etwas geahnt hat. Wir haben auch nichts gerochen."
Frühere Entdeckung scheiterte an Rechtshürden
Dass die städtische Gemeindebauverwaltung Wiener Wohnen die Wohnung erst jetzt und nicht schon viel früher öffnete, hat rechtliche Gründe. "Die Frau wurde zweimal wegen Mietschulden gemahnt, nach der dritten Mahnung wurde die Räumungsklage eingebracht", so ein Sprecher. Dies geschah im Juni 2011. "Dann musste der Rechtsweg eingehalten werden."
Deswegen sei es erst jetzt möglich gewesen, die Wohnung zu betreten - und die Tote zu finden. Polizeisprecherin Adina Mircioane berichtete im ORF, dass es in der Wohnung "sehr wüst und unordentlich" ausgesehen habe.
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