Die meisten Athleten sind nett, grüßen freundlich, freuen sich, dass das Urlaubsgeld für die Reise in die schöne Metropole reichte, sind zufrieden, wenn die Niederlagen nicht allzu deutlich ausfallen - oder versagen im entscheidenden Moment, wie der disqualifizierte Markus Rogan oder Corinna Kuhnle, die ein Tor touchierte.
Rogan im Visier der Spötter
Da aber Olympia für den Rest der Welt kein Touristen-Event, sondern das größte sportliche Ereignis überhaupt ist, gießt sich der Hohn internationaler Medien wie Honig über unsere medaillenlose Truppe - die Facebook-Gemeinde lacht etwa über den neuen Rogan-Slogan: "Hirnschmalz ohne Ende behindert bei der Wende!"
Abstimmung in der Infobox: Bliebt Österreich bei Olympia ohne Medaille?
Darabos hat die Nase voll
Zum Spott kommt der Streit: Sportminister Darabos bezichtigte seinen roten Parteifreund Peter Wittmann, den Präsidenten der Bundessportorganisation, mitschuldig am Debakel zu sein. Er blockiere die Reform des Förderwesens. Über die ÖOC-Athleten sagte Darabos: "Insgesamt bin ich schon etwas ernüchtert und auch enttäuscht. Nur zu Olympia zu fahren und die gute Atmosphäre zu genießen, das ist zu wenig. Olympiatourismus, das ist nicht das Ziel. Es ist schon das Ziel, auch Medaillen nach Österreich heimzubringen."
Österreich ist im Sport, der nichts mit Schnee zu tun hat, am Tiefpunkt angelangt, die meisten scheinen das in ihren "Urlaubsfreuden" aber gar nicht zu bemerken.
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