Über 200 Meter Lagen

Gold Nummer 16: Phelps auf dem Weg zur Unsterblichkeit

Sport
02.08.2012 21:34
US-Schwimmstar Michael Phelps hat sich am Donnerstag den nächsten Olympia-Rekord gesichert. Als erster Mann in seiner Sportart holte er auf einer Strecke den dritten Titel en suite, nachdem ihm das in den Tagen davor über 400 Meter Lagen als Viertplatzierter und über 200 Meter Delfin als Zweiter misslungen war. Für den sechsten Weltrekord der im Londoner Aquatics Centre ausgetragenen Bewerbe sorgte die US-Amerikanerin Rebecca Soni im Finale über 200 Meter Kraul.

Für Phelps war es sein 16. Olympia-Gold sowie seine schon 20. Medaille im Zeichen der fünf Ringe, nachdem er am Dienstag mit den Medaillen 18 und 19 auch der Medaillenanzahl nach zum erfolgreichsten Olympioniken geworden war.

Der 27-Jährige führte das Finalfeld von Beginn weg an, der Vorsprung am Ende von 63/100 Sekunden auf seinen US-Landsmann Ryan Lochte war schon zur Renn-Halbzeit exakt gleich gegeben. Mit 1:54,27 verfehlte Phelps seinen Weltrekord nur um 27 Hundertstel.

"Schon etwas Spezielles"
"Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich noch 25 Meter vor dem Anschlag auf Weltrekordkurs war, ist es ein bisschen frustrierend, ihn so knapp verpasst zu haben", sagte Phelps, "aber ein Gold dreimal in Folge zu gewinnen, ist schon etwas Spezielles." Lochte hatte er trotz dessen Belastung aus dem Rücken-Finale nicht unterschätzt. "Ich habe gewusst, dass es gegen ihn hart wird." Lochte nahm die Niederlage gelassen: "Ich kann mich mit schon fünf Medaillen nicht beschweren."

Lochte verlor damit das zweite direkte Duell der Schwimm-Giganten, nachdem er am Samstag über 400 Meter Lagen gewonnen hatte. Seine 1:54,90 sind allerdings beachtlich, hatte er doch nur eine halbe Stunde davor das Finale über 200 m Rücken bestritten. Hier hatte er bis zur 150-m-Marke geführt, musste dann aber in 1:53,94 von seinem US-Landsmann Tyler Clary (1:53,41/olympischer Rekord) und dem Japaner Ryosuke Irie (1:53,78) vorbeiziehen lassen.

Cseh holt Bronze
Bronze im Lagen-Finale ging in 1:56,22 an den Ungarn Laszlo Cseh. Der Wiener Markus Rogan hätte sich mit seinem Leistungspotenzial wohl an der sechsten oder siebenten Stelle eingeordnet. Eine Medaille wäre für ihn nicht machbar gewesen. Der 30-Jährige war am Vortag im Semifinale wegen eines Fehlers an der zweiten Wende disqualifiziert worden. Die Medaillen bekamen Phelps, Lochte und Cseh übrigens vom österreichischen IOC-Mitglied Leo Wallner umgehängt.

Für Lochte waren es am Tag vor seinem 28. Geburtstag die Olympia-Medaillen zehn und elf. In London hält er wie Phelps bei je zwei Gold- und Silbermedaillen, Lochte hat dazu noch eine in Bronze. Während Phelps aber noch über 100 Meter Delfin und 4 x 100 Meter Lagen anschreiben kann, hat Lochte nur noch die für Samstag angesetzte Lagenstaffel. Sein Rücken-Bezwinger Clary blickte nach dem Anschlag gen Himmel, widmete den Sieg seinem verstorbenen Highschool-Coach Kevin Perry.

Soni schrieb Schwimm-Geschichte
Die US-Amerikanerin Rebecca Soni schrieb mit der ersten Langbahn-Zeit einer Frau unter 2:20 Minuten Schwimm-Geschichte. Schon am Vortag hatte sie den Weltrekord in exakt 2:20,00 Minuten an sich gerissen, nun drückte ihn die 25-Jährige weiter auf 2:19,59. "Seit ich ein kleines Kind war, habe ich von einer Zeit unter 2:20 geträumt. Mein Trainer hat mir gesagt, dass ich die Erste unter 2:20 sein werde", sagte Soni. Über 100 m Kraul gewann die favorisiert gewesene Niederländerin Ranomi Kromowidjojo in 53,00 Sekunden.

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