19.07.2012 16:33 |

Nach Evaluierung

Unfallserie im Pfändertunnel wird der Kampf angesagt

Nach einer Unfallserie in der neuen Röhre des Pfändertunnels auf der Rheintalautobahn bei Bregenz - seit 25. Juni ereigneten sich hier bereits fünf Crashs, bei der ein Todesopfer und mehrere Verletzte zu beklagen waren - hat die Asfinag nun Maßnahmen ergriffen. Als Ergebnis einer Evaluierung wird eine Markierung auf die Sperrlinie aufgebracht, die der Autofahrer beim Überfahren spürt.

Der rund 6,6 Kilometer lange Pfändertunnel ist seit 1980 einröhrig in Betrieb. Mit der Freigabe der neuen Weströhre am 25. Juni (siehe Infobox) wurde zugleich die Oströhre für ein Jahr für eine Generalsanierung gesperrt, was bedeutet, dass für beide Fahrtrichtungen weiterhin nur eine Röhre zur Verfügung steht.

Laut Autobahnpolizei Dornbirn, die für den Pfändertunnel zuständig ist, ergab die Analyse, dass bei den meisten Unfällen - bis zur Eröffnung wurden heuer 19 Unfälle aufgezeichnet - Lenkerfehlverhalten wie Sekundenschlaf, Unachtsamkeit oder gesundheitliche Probleme die Ursache war.

Gerade Frontalunfälle hätten die schlimmsten Konsequenzen, so Kommandant Hubert Übelher: "Der Pfändertunnel ist mit 30.000 Fahrzeugen pro Tag im Gegenverkehr nur mit hoher Konzentration zu befahren. Höchste Aufmerksamkeit ist deshalb oberstes Gebot: Einhaltung des Überholverbots, genügend Abstand und die Einhaltung der Geschwindigkeitsvorgabe sind hier unerlässlich."

Asfinag setzt auf erhöhte Markierungen
Zwar habe die Evaluierung gezeigt, "dass die Sicherheitseinrichtungen im Tunnel den Vorgaben und Gesetzen vollends entsprechen und insbesondere bei Unfällen zu 100 Prozent funktionieren", so Klaus Fink von der Asfinag, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit habe man sich mit den Behörden nun aber auf eine Profilmarkierung auf der Sperrlinie verständigt.

Dabei werden im Abstand von 25 Zentimetern erhöhte Markierungen auf der Sperrlinie im Tunnel aufgebracht, um die Lenker im Fall von Sekundenschlaf, Unachtsamkeit oder Übermüdung zu warnen. Zudem soll die Reinigungsfrequenz erhöht werden, um die Sichtbarkeit der Randmarkierungen zu verbessern. Laut Asfinag-Geschäftsführer Fink sollen die Arbeiten kommende Woche stattfinden. Weil man auf die Bregenzer Festspiele Rücksicht nehme, beginnen die dazu nötigen Sperren des Tunnels erst ab 21 Uhr.

Zweiröhriger Betrieb erst ab 2013
2013 sollen beide Röhren des Pfändertunnels in Betrieb gehen. Damit sollen die verkehrsgeplagten Bregenzer entlastet und durch die Trennung der Verkehrsströme die Verkehrssicherheit erhöht werden.

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