06.08.2012 13:38 |

Tune Gutes

Audi Q3 als ABT QS3: Schwarzer Abt mit dicker Hose

Er sieht mächtig aus, der "schwarze Abt", der von Abt Sportsline in Kempten getunte Audi Q3. Vor allem die rückspiegelrelevante Front macht mit technoidem Design auf dicke Hose – und wozu? Zu Recht, denn unter der Haube steckt richtig viel Leistung: Die Allgäuer holen aus dem Zweiliter-Vierzylinder-TFSI ganze 270 PS und nennen das Ganze QS3.

In der Serie sind es gerade mal 211 PS, und bis zum Erscheinen des SQ3 (Fünfzylinder mit 300 PS) ist ab Werk nicht mehr zu bekommen. Also auf zum Haus-und-Hof-Tuner, wenn's ein bisserl mehr sein darf.

Aufschlag bei Leistung und Verbrauch
Abt verbaut ein zusätzliches Steuergerät und erreicht damit eine Leistungssteigerung um 59 PS. Die setzen sich so unauffällig, aber kraftvoll in Szene, als wäre der Motor immer so gedacht gewesen. Keine Leistungssprünge, sondern einfach Kraft, auch wenn der schwarze Abt sein maximales Drehmoment erst bei 3.000/min. erreicht, also 1.200 Touren später als der Q3. Dafür sind es mit 370 Nm satte 70 mehr. Der Normverbrauch ändert sich durch die Kraftkur nicht und liegt bei 7,7 l/100 km (CO2 179 g/km), im Test verbrauchte der QS3 im Schnitt 10,6 Liter.

Beim Standardsprint gewinnt der Abt QS3 eine halbe Sekunde (6,4 Sekunden), in der Endgeschwindigkeit sind es 10 km/h mehr (240 km/h). Da sieht der Serien-Q3 nur noch die Vierrohrauspuffanlage in der neuen Heckschürze. Die baut Abt übrigens nicht zum Spaß ein, sondern zum Vergnügen – zum Hörvergnügen nämlich. Vor allem beim Schalten des Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes entfahren ihr dezente Brabbel-Geräusche.

Keine übertriebene Härte unter der Kutte
Auch in Kurven holt der Abt Meter heraus. Tiefergelegt und mit härteren Federn ist sein Charakter auch abgesehen von Motorleistung und Optik sportlicher. Trotzdem übertreibt er es nicht mit der Härte, was mich angesichts der Optik – ehrlich gesagt – überrascht. Positiv. Der Mehrleistung angepasst ist auch die Bremsanlage, die vorderen Scheiben messen 345 x 30 mm.

Optisches Highlight sind für mich die grauen 20-Zoll-Felgen mit 255er-Reifen, im Vergleich zu denen das Auto regelrecht dezent daherkommt. Optisches Manko ist, dass hinter den Gittern der Frontschürze unvermeidbare Steinschläge im schwarz lackierten Blech hervorleuchten.

Wer den Audi Q3 prinzipiell mag, ihn aber zu dezent und schwach findet, suche sich seine Wunschkonfiguration aus (Q3 2.0 TFSI mit 211 PS ab 40.700 Euro) und investiere (wie im Fall des Testwagens) 14.810 Euro zusätzlich. Da sind dann Leistungssteigerung, Fahrwerksfedern, Bremsanlage vorne, 20"-Radsatz, Karosseriepaket und Auspuffanlage dabei.

Warum?

  • Stimmiges Gesamtpaket.
  • Kräftiger Motor.

Warum nicht?

  • Optik ist Geschmackssache.
  • Man braucht Vertrauen, um sich für eine Leistungssteigerung zu entscheiden.

Oder vielleicht …

… auf den Audi SQ3 warten.

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